Anlässe der GHGB


 

Juli und August 2017: keine Anlässe

 

Samstag, 9. September 2017: Herbstausflug nach Huttwil; Treffpunkt 09.45 Uhr beim Bahnhof.

Führung 1: Besuch der alten Schmiede: Simon Beyeler fertigt hier nach alten Vorlagen römische Helme und Reitermasken an, moderne Grillspiesse und alte römische Arztbestecke.

Mittagessen im Hotel Rössli mit Ämmitauer Choscht.
Führung 2: Burgergemeinde, Herdgemeinde und Höfe: Die Besonderheiten der burgerlichen Korporation von Huttwil. Führung mit Jürg Rettenmund.

Ohne Anmeldung bis 31 August 2017 an Barbara Moser kann die Teilnahme an den Führungen nicht garantiert werden.

 

17. Oktober 2017: Start zu einem vierteiligen Schriftlesekurs in Burgdorf, Restaurant Bernerhof

Dienstag, 17.10.2017
Dienstag, 24.10.2017
Dienstag, 31.10.2017
Dienstag, 14.11.2017

Anmeldungen an Kursleiter Hand Minder.

 

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 19.00 Uhr: Der Berner Kunstmaler Franz Niklaus König; Vortrag von Rolf Burgermeister, Bolligen. Ein etwas in Vergessenheit geratener Berner Kunstmaler. Als Artillerie-Hauptmann kämpfte er gegen die Franzosen, in Interlaken half er das Unspunnenfest gründen, in Frankreich und Deutschland begeisterte er Könige und Dichter.

 

Dienstag, 14. November 2017, 18.00 Uhr, Münstergasse 63, Bern: Burgerbibliothek Bern - genealogische Quellen der Burgerbibliothek; Referent lic. phil. Philipp Stämpfli. Wir besichtigen die neuen Räumlichkeiten der Burgerbibliothek Bern. Das Archiv bleibt uns aus klimatechnischen Gründen verborgen, denn die kostbare Sammlung soll auch unseren Nachfahren erhalten bleiben.
Philipp Stämpfli bietet uns eine Einführung in die genealogischen Quellen der Burgerbibliothek. Wo sind welche Informationen zu finden? Wie benutzen wir den Online-Katalog?
Ausnahmsweise braucht es für diese Besichtigung eine Anmeldung, da der Platz beschränkt ist.
Anmeldung bis 10. November 2017 an Barbara Moser.

 

Samstag, 9. Dezember 2017: Höck in Münsingen, Gasthof Ochsen, Bernstrasse 2, 3110 Münsingen
12.00 Uhr fakultatives Mittagessen à la Carte
13.30 Uhr Höck und gemütliches Beisammensein
Anmeldung für Mittagessen und/oder Höck bis 25.November 2017 an Barbara Moser.

 

Sämtliche Vorträge finden um 19.00 Uhr im Institut für Exakte Wissenschaften, Sidlerstr. 5, Bern, statt.

 

Gäste sind jeweils herzlich willkommen!


 



Themen vergangener Anlässe:

 

Führung durch die Heiliggeistkirche in Bern (13. Juni 2017): Erneut führt uns Kunsthistoriker Jan Straub in die Geheimnisse einer Berner Kirche ein. Nach dem grossen Erfolg 2016 führen wir den Zyklus Berner Kirchen damit weiter.

Die 1729 eingeweihte Barockkirche bietet eine grosse Fülle an Herrlichkeiten und vielen kleinen Geschichten. Straub bezeichnet die Heiliggeistkirche als wichtigste prothestantische Kirche Berns, ja der Schweiz! Ihr Grundriss, ihre gespiegelte Frontfassade, der freistehenden Kanzel, um die herum die Kirchgänger seit jeher angeordnet sind, um das Wort Gottes in sich aufnehmen zu können, dem beeindruckenden Gewölbe mit Stukkaturen in Hochzeitstorten-Farben, die sofort den Appetit der Besucher wecken, verleiht ihr einen besonderen Glanz.

Jan Straub streut zahlreiche Geschichtchen aus seinem reichen Wissensschatz ein; etwa jene der oft betrunkenen Posaunisten und Zinkenisten samt Vorsänger, die vor dem Orgelbau auf der Empore gegenüber der Kanzel sitzen und sich oft die Wartezeiten zwischen ihren Einsätzen mit Schlucken aus heimlich mitgebrachten Flaschen verkürzen - sehr zum Gaudi der anwesenden Gemeinde... abl

 

Frühlingsausflug nach Erlach (6. Mai 2017): Andreas Moser, Kunsthistoriker und Verfasser von etlichen Büchern über das Amt Erlach, führt uns durch das Städtchen. Erlach ist ein Kleinod im Kanton Bern, mit viel Geschichte und interessanten Bewohnern.

 

Die Berner Reformation – Von den Fasnachtsspielen des Niklaus Manuel Deutsch 1523 bis zum Synodus 1532 (29. März 2017): 500 Jahre Reformation. In einem sehr spannenden Referat erläuterte uns der Synodalratspräsident Dr. Andreas Zeller wie es dazu kam, dass die grossen Wegweiser Luther, Zwingli und Calvin mit ihren völlig neuen Auslegungen des Glaubens Gehör verschaffen konnten und wie sich mit ihrer Weltanschauung die Zeitgeschichte geprägt haben.
Haben wir vor dem Vortrag gewusst, welche wichtige Rolle der Kanton Bern gespielt hat? Wohl kaum.
Huldrych Zwingli hat den Pfarrherren freigestellt, über was sie predigen wollen. Ein Novum das bis heute standhält.
Auch das uns so bekannte und vielbenutze Chorgericht ist eine Folge der Reformation.
Wie auch das Zusammenspiel zwischen Kirche und Staat, dass uns mit der anstehenden Kirchenreform noch in diesem Jahr prägen wird. Es war eine wunderbare Abhandlung der Geschichte, die unser Geschichtswissen sehr bereichert hat. Bis hin zur anstehenden Kirchenreform im kommenden Herbst. 500 Jahre Geschichte pur! bm

 

Hauptversammlung GHGB (18. Februar 2017, Gasthof zum Bären, Langenthal): Rege Diskussion zum Thema "Wie sichere ich meine Forschungsergebnisse langfristig?" Es soll eine Arbeitsgruppe "Sicherung digitaler Daten" gebildet werden. Interessierte Mitglieder sollen sich beim Präsidenten melden.

 

Binzenhof-Besitzer im 18. Jahrhundert - 100 Jahre Geschichte eines herrschaftlichen Landgutes südlich von Aarau (12. Januar 2017): Referent Albert Liechti stiess auf der Suche nach einer nach Colmar emigrierten Berner Familie auf Hinweise zum Binzenhof. Diese Spur nahm er auf, fand Texte zu diesem Herrschaftsbesitz, die aber äusserst schlampig recherchiert waren, was ihn ärgerte. So begann er die Geschichte des Binzenhofes, der heute der Burgergemeinde Aarau gehört, erneut auszuleuchten und neu zu schreiben. abl

 

Höck im Hotel Sonne in Herzogenbuchsee (3. Dezember 2016): Gemeinsames Essen à la carte, anschliessend gemütliches Beisammensein.

 

Die Malerin Clara von Rappard und ihre Familie (17. November 2016): Vortrag von Thomas Krebs, Liebefeld. Geschichten von Wabern, Interlaken und dem Giessbach.

 

Täufergeschichte und Familienforschung im Bernbiet; (20. Oktober 2016), Vortrag von Dr. phil. Hanspeter Jecker, Fachstelle für Geschichte und Theologie des Täufertums, Theologisches Seminar Bienenberg: Wir lernten gut nachvollziehen zu können, wie sich die Täuferbewegung mit der Reformation zu bilden begann und warum sich der Kanton Bern mit seinen abgelegenen Winkeln bestens eignete um seine eigenen ideologischen Freiheiten zu verfolgen und zu leben.
Jecker beliess es nicht nur auf der Geschichte, er zeigte uns auch auf, wie und wo wir Ahnenforscher suchen können um an Dokumentation und Verbindung zu unseren ausgewanderten Vorfahren zu gelangen. Wer Ahnenforschung im Kanton Bern betreibt, dem begegnen beim Studium der Kirchenbücher unweigerlich mehr oder weniger „offizielle“ Eintragungen und Hinweise auf Täufer. Damit eröffnen sich neue Welten, neue Erkenntnisse und Fragen.
www.mennonitica.ch und www.bienenberg.ch widmen sich diesen Fragen und können uns weiterhelfen.
Ein überaus spannendes Kapitel schweizerischer, und explizit Bernischer Geschichte. Es fasziniert der Gemeinschaftsgedanke noch heute, das Besinnen auf das einfache Leben, auf die Beharrlichkeit und den Glauben an das Gute. Damals und heute. Und wie leben unsere täuferischen Vorfahren heute? In Amerika oder anderswo?

Hanspeter Jecker präsentierte sich als versierter Kenner und spannender Erzähler einer geheimnisvollen Welt die bis heute gelebt wird. bm

 

Herbstausflug nach Eggiwil (17. September 2016): Dorfrundgang; Besichtigung einiger interessanter Häuser; Besichtigung der Kirche, die aus Täufergeldern bezahlt wurde.

 

Führung um und in die französischen Kirche Bern (28. Juni 2016): Dr. Jan Straub führt uns auf humorvolle und kompetente Art durch dieses Gebäude, von dem viele nur den Namen kennen, nicht aber seine bewegte Geschichte als erste Kirche Berns, zwischen zwei Religionen. Staub erklärt uns den Zweck des Lettners, einer baulichen Trennung innerhalb eines Kirchengebäudes, das gemeines Volk von geweihten Mönchen optisch, nicht aber akustisch, separieren sollte. Auch die misteriöse Erscheinung einer Mutter Gottes mit Jesuskind während eines Gottesdienstes erwähnt Jan Staub mit einem Augenzwinkern. Wir BesucherInnen sind allesamt hingerissen und warten gespannt auf die nächste Kirchenführung in Bern mit Jan Staub! abl

 

Frühlingsausflug nach Wimmis (Samstag, 21. Mai 2016): Leider keine näheren Angaben

 

Igenea - Herkunftsanalyse mit DNA-Genealogie (12. April 2016): Vortrag von Roman C. Scholz, Geschäftsführer von iGENEA. Die sogenannte DNA-Genealogie ist ein vergleichsweise junger Teilbereich der Genealogie, erst seit ca. 10 Jahren sind diese Analysen für Privatpersonen verfügbar.
Das Anwendungsgebiet der DNA-Genealogie beginnt dort, wo andere Quellen nicht mehr weiter helfen. Dokumente, die für die Ahnenforschung gebraucht werden können fehlerhaft, unvollständig oder nicht mehr vorhanden sein. In früheren Zeiten wurden solche Dokumente noch nicht erstellt und es war bisher unmöglich, verwandtschaftliche Beziehungen bis in diese Zeit nachzuvollziehen. Unabhängig von der schriftlichen Fixierung familiärer Verbindungen teilen Verwandte aber auch ein gemeinsames biologisches Erbe. Mit Hilfe eines Gentests kann eine solche Verwandtschaft nachgewiesen werden, in bestimmten Fällen unabhängig davon, wann der letzte gemeinsame Vorfahre lebte.
Der Vortrag widmet sich vor allem den verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten der DNA-Genealogie in Kombination mit den bekannten Forschungsmethoden. Daneben wird, auch die Bedeutung der genealogischen DNA-Analysen für die Geschichtswissenschaft thematisiert.
Ausführliche Informationen zum Thema und Kontaktmöglichkeiten finden Sie auch unter: www.igenea.de. abl

 

Heimatlos in der Heimat (9. März 2016): Mitglied Susanna Grogg-Roggli stellte uns ihr neues Buch vor, in dem sie die Geschichte der Bauerntochter Magdalena Hirschi, geborene Rolli, aus Albligen bei Schwarzenburg erzählt. Die Magd Magdalena wünschte sich ein Familienleben in Geborgenheit. Doch die Verhältnisse am Anfang des 19. Jahrhunderts machen ihr einen Strich durch die Rechnung. Es war eine Zeit, als das Berner Gesetz einer Bernerin die Hochzeit mit einem seit Jahren in Bern wohnenden Thurgauer verbat. abl

 

Hauptversammlung GHGB (5. März 2016, Rest. Ochsen, Münsingen): Der Tod von Lewis Rohrbach und die Auflösung seines Verlages Picton Press bringt unsere Vereinigung in eine neue Situation, versiegt doch damit eine Geldquelle, denn der Verlag hat unsere CDs in den USA vertrieben. abl

 

Geschichte der Ahnentafeln (20. Januar 2016): Vortrag von Therese Metzger, Münsingen. Eine Geschichte der Ahnentafeln von den ersten bekannten Listen aus der Bibel über verschiedene Variationen im Mittelalter bis zum heutigen Computerprogramm. Liegende Bäume, stolze Bäume, Tafeln von Wissenschaften, oder solche mit Mistgabel und Dudelsack. Ein kleiner Rundgang im Gebrauch von Tafeln und deren Darstellungsform des Stammbaums.

 

Höck in Burgdorf (5. Dezember 2015)

 

Streifzug durch die Bernische Rechtsgeschichte - zweiter Teil, Fortsetzung vom Vortrag von 2014 (24. November 2015); Stephan Leuenberger, Köniz

 

Lesen alter Schriften (20./27. Oktober und 10./17. November 2015); Kurs unter Leitung von Hans Minder


Einführung in die Heraldik (6. Oktober 2015): GHGB-Präsident Hans Minder weihte die Anwesenden in die sonderbaren Regeln der Wappenkunde ein - etwa dass Heraldiker links und rechts vertauscht haben, also immer vom Träger eines Wappenschildes aus gesehen; dass einzelne Kantonswappen heraldisch unkorrekt sind, weil Farbe neben Farbe liegt (Tessin) und nicht Farbe neben Metall(-farbe) oder das Ehrenzeichen auf der falschen Seite liegt (Neuenburg). Schon mal gehört, dass es zum Beispiel in England strengstens verboten ist, eine Fahne über Nacht draussen hängen zu lassen? Oder dass die Wappenbeschreibung, die Blasonierung, entscheidend ist und nicht die Zeichnung, dass der Heraldiker in der visuellen Umsetzung eines Wappens also frei ist, sofern er sich an die Blasonierung hält. In der Schweiz gibt es keine staatlichen Vorschriften für die Heraldik, lediglich traditionelle Gepflogenheiten. So haben Sterne auf Wappen von Familien mit Heimatort in der Deutschschweiz immer sechsstrahlig zu sein, jene aus der lateinischen Schweiz dagegen fünfstrahlig. abl

 

Herbstausflug nach Trub (19. September 2015): Besuch von Gemeindeverwaltung und Kirche, Rundgang durchs Dorf.

 

Die Münger-Morde (10. Juni 2015): Therese Metzger stiess beim Erforschen ihrer Familie auf zwei Morde, die sich 1800 bei einem Raubüberfall in Wiler bei Seedorf ereignet hatten. Sie fand schliesslich im Staatsarchiv Bern zwei Kisten mit Prozessakten, die sie zusammen mit Werner Adams sichtete und auswertete. Adams verwob diese präzisen Aufzeichnungen der Zeugenaussagen zu einem Roman, aus dem Therese Metzger und der Autor des Buches an diesem Abend abwechslungsweise vorlasen. abl

 

Frühlingsausflug nach Bönigen (30. Mai 2015)

 

Genetik Teil 1/Teil 2 (17. März/14. April 2015): In zwei Vorträgen erklärte uns Dr. Heinz Balmer die Entwicklung aus den Anfängen der Genetik, die Versuche mit Fruchtfliegen von Thomas Hunt Morgan, bis hin zur DNA. Wir lernten die Regeln der Vererbbarkeit kennen, und eine Auswahl an spannenden Beispielen zeigte uns wie sich Krankheiten über Generationen vererben und weiterverbreiten. bm

 

Hauptversammlung GHGB (27.2.2015, Rest. Krone, Wangen an der Aare): Die Jahresrechnung schliesst dank dem Verkauf von CDs wiederum hervorragend ab. Der Vorstand wird wiedergewählt, ergänzt durch Ersatz-Revisor Peter Scheidegger. Anschliessend an die HV erfolgt eine Städtliführung mit Lokalhistoriker Siegenthaler. abl

 

Die Familie von Graffenried, (20. Januar 2015): Dr. med. Aloys von Graffenried stellt die Geschichte seiner Familie vor.

 

Höck in Thun (6. Dezember 2014)

 

Streifzug durch die Bernische Rechtsgeschichte (11. November 2014): Vortrag von Stephan Leuenberger, Köniz. Von der Besiedlung bis zur grossen Wende 1798.

 

Kurs "Lesen alter Schriften" (29. Oktober bis 20. November 2014, Restaurant/Pizzeria Bernerhof, Burgdorf), 4 lehrreiche Abende unter Leitung von Hans Minder.

 

Was heisst das bloss? (7. Oktober 2014): Leseabend mit Hans Minder, Lauperswil. Bringen Sie Ihre Schriftstücke mit. Wir helfen uns gegenseitig das Geheimnis zu entziffern. Ideen Tipps und Tricks, Hilfsmittel und was uns das Leben einfacher macht. (oder auch nicht…)

 

Herbstausflug nach Sannen/Gstaad (27. September 2014): Der Lokalhistoriker des Saanenlandes, Benz Hauswirth, hat uns das Archiv und die Familienforschung der alten Landschaft Saanen nähergebracht. Auf einem Rundgang durch Saanen haben wir die schönen Häuser und die Kirche von Saanen kennengelernt. Nach dem die Umfahrung in Betrieb ist, wurde das Dorf herausgeputzt,  und man kann jedermann nur bestens den Ausflug dorthin empfehlen. Besten Dank für die Organisation an Barbara Moser. hm

 

Höck in Burgdorf (16. August 2014)

 

Höck in Bern (5. Juli 2014)

 

Em Tüüfel ab em Chare gheit - Gebrauch, Geschichte und Funktion von Redensarten; (12. Juni 2014): Vortrag von Dr. phil. Christian Schmid, Sprachexperte und Buchautor. Redensarten sind Redeteile aus mehreren Wörtern, die in der Wortwahl in einem hohen Grad fixiert sind, aber in verschiedenen grammatischen Formen auftreten können. Ihr Sinn kann nicht aus ihren Wörtern abgeleitet werden. Wir sagen „itz isch gnue Höi dunger“ oder „di git de d Milch scho abe“ in Kontexten, die mit Heu und Milch nichts zu tun haben. Redensarten gehören zum grossen und wichtigen Bereich der bildhaften Sprache, mit der wir Abstraktes in ein Bild setzen. Sie sind sozusagen die besten Stücke in der Bildergalerie unserer Sprache. Zwar entstehen immer neue Redensarten, aber viele von ihnen sind alt; in ihnen bleiben manchmal nicht nur Wörter erhalten, die sonst verschwunden sind, sie gehen oft auch auf Sachverhalte zurück, die es heute nicht mehr gibt, z. B. in der Redensart „über d Schnuer haue“ aus der Zimmermanns-Sprache. Des Referenten Schlusswort: "Redensarten sind saftig, kräftig - also braucht sie!" abl

 

Jüdische Möglichkeiten zur Familienforschung; (8. April 2014): Seit dem interessanten und spannenden Vortrag über jüdische Familienforschung von Referent René Loeb wissen wir unsere Kirchenbücher noch etwas mehr zu schätzen. Aufzeichnungen in der Art gibt es da nicht. Vieles wird mündlich überliefert und in Heiratsdokumenten festgehalten. Die Forschung weitet sich bald aus auf die ganze Welt und gestaltet sich aufwendig und für nicht jüdische Forscher stellen sich viele Fragen. Der Verein jüdischer Genealogie www.svjg.ch bietet auf der Website viele Informationen und Hilfestellungen bei der Forschung. Auf der Website finden Sie auch die Mailadresse vom Referenten René Loeb. bm


Das Berner Münster entdecken - Führung durch das Berner Münster (13. März 2014): Wissen Sie, warum die Weiberstühle keine Rückenlehne hatten, was in der Hostienmühle gemahlen wird und was mit dem armen Mönch im Fegefeuer passiert? Diese brennenden Fragen wurden während dieser Exkursion erläutert. Nähere Angaben dazu fehlen leider... abl

 

Hauptversammlung GHGB (22. Januar 2014, Hotel Krone, Aarberg): Als zusätzliches Mitglied wird Kurt Kohler in den Vorstand gewählt. Abstimmung über die Ausflugsorte - Spiez gewinnt gegen Beatenberg, Saanen/Gstaad gegen Biel/Twann. Die Jahresrechnung schliesst mit einem Gewinn von Fr. 8737.63 ab. abl

 

Die Burgergemeinde Bern stellt sich vor (14. Januar 2014): Vortrag von Burgerschreiberin Henriette von Wattenwyl.

 

Höck in Burgdorf (7. Dezember 2013)

 

Von einer schottischen Insel zum Hotel Giessbache; Vortrag von Thomas Krebs (12. November 2013): Was entstehen kann wenn man in Schottland auf ungewöhnliche Namen stösst lässt die Zuhörer schmunzeln. Eine Geschichte nimmt ihren Anfang und hört nie auf. Die Forschungen in Schottland und der Schweiz über die Familie von Rappard - aus der auch die bekannte Malerin Clara stammt - und den Landschaftsgärtner Eduard Schmidlin präsentierte uns Thomas Krebs mit viel Liebe zum Detail, Fachkenntnis und humoristisch spannenden Tatsachen und Überlegungen.
Wer hätte je gedacht, dass das Hotel Giessbach etwas mit Schottland zu tun hat. Auch wenn sich schottische Schlösser durchaus genauso idyllisch präsentieren wie unser Prunkstück am Brienzersee! bm

 

Geschichten aus dem Kanton Wallis; Vortrag von Dr. phil Wilfried Meichtry, Burgdorf
(16. Oktober 2013): Seit Mittwoch wissen wir warum die Walliser immer noch selber wässern und wir Ausserschweizer es regnen lassen. Wilfried Meichty hat uns auf spannende unterhaltsame Weise mitgenommen ins Land der Lebensgeschichten die uns begegnen, begleiten und ein Leben lang nicht mehr oslassen. Auch wenn wir nicht alle so ein begnadeter Erzähler wie Meichtry sind, so haben doch hoffentlich ein paar Zuhörer Erkenntnis und Mut zum Schreiben gefunden. Unbedingt lesen: Du und ich- ewig eins. Die Geschichte der Geschwister von Werra. Das Buch ist nach dem Vortrag noch bemerkenswerter! Der Abend war viel zu schnell vorbei… bm

 

Herbstausflug nach St. Ursanne (21. September 2013): Bei schönstem Wetter trafen sich die Genealogen und Heraldiker auf dem Bahnhof St. Ursanne, hoch über dem Doubs und dem Städtchen. Dort befindet sich auch das Besucherzentrum des Labors von Mont-Terri. Beim Bau der Autobahn durchbohrte man nämlich eine Schicht von Opalinuston, ein Ton, der sich für die Lagerung von radioaktiven Abfällen bestens eignet. Normalerweise ist diese Schicht in 600 bis 1000 Metern unter der Oberfläche. Hier aber ist er durch die Faltung des Juras in senkrechte Position gedrückt worden und kann so ohne grossen Aufwand erforscht werden. Der Kanton Jura hat hier unter der wissenschaftlichen Führung der Landestopographie (Swisstopo) zusammen mit vielen anderen Staaten und Firmen unterirdische Labors errichtet. Schon die Anfahrt ins Labor war interessant, der Bus fuhr durch eine Sicherheitsschleuse, nur die bekannte "James-Bond-Melodie" hatte noch gefehlt. Während sonst der Jura aus wasserlöslichem Kalkstein besteht ist hier im Mont Terri eine dicke Schicht dieses wasserundurchlässigen Tones. An der tiefsten Stelle der Felsenlabors ist ein Schacht. Während sonst in allen Bergwerken hier laufend Wasser abgepumpt werden muss, ist hier seit 1993 kein Tropfen Wasser zusammengelaufen. Der Leiter erklärte uns viele Experimente, die zum Teil über Jahrzehnte durchgeführt werden.
Nach diesem Besuch wurden wir im Gasthof "Deux Clés" in St. Ursanne kulinarisch verwöhnt. Jedenfalls ich wurde mit einem ausgezeichneten Fondue verwöhnt, ob die andere Hälfte mit ihrem Braten mit Kartoffelstock auch zufrieden war, konnte ich nicht beurteilen. Während wir aber in unserem Kaffee den Zucker und die Milch einrührten, scharrte der Guide für die Stadtführung schon mit den Füssen. Zahlen, hinunterschütten und abmarsch!
Der Guide brachte uns danach die religiöse Welt des Mittelalters näher. Die Kirche (es ist eigentlich eine ehemalige Klosterkirche) ist noch ziemlich im Mittelalter stehen geblieben, da dem Kloster nach 1200 die grosszügigen Geldgeber ausfielen.
Ein wirklich schöner Ausflug, den uns Barbara Moser da organisiert hatte! hm


Höck in Bern (17. August 2013)

 

Höck in Thun (20. Juli.2013)

 

Masse, Gewichte und Geld im alten Bern (18. Juni 2013): GHGB-Präsident Hans Minder stellte sein Referat unter das Motto: Man muss nicht alles wissen, sondern wissen wo was nachzuschauen ist. Familienforschende werden irgendwann mit alten Gewichten, Massen und Währungen konfrontiert; bis 1808 existierten im Kanton Bern keine einheitlichen Richtlinien, jeder Marktort legte diese unabhängig fest - es herrschte Wildwuchs und Unübersichtlichkeit! Hans Minder liess jedem Teilnehmer am Schluss eine CD aushändigen mit wichtigen Infos und Umrechnungstabellen, die aber jeweils lediglich Annäherungen sind und keinesfalls als verbindlich betrachtet werden dürfen, da sich Warenwerte im Laufe der Jahrhunderte stark verändert haben! abl

 

Frühlingsausflug am Nachmittag nach Schwarzenburg (25. Mai 2013): Die Exkursion nach Schwarzenburg war vor allem kalt. Die Stimmung heiterte sich jedoch bei einem etwas vespäteten Mitagessen, an dem fast alle teilnahmen, merklich auf, und so endete der Tag in Minne. oth

 

Das bernische Mühlerecht (17. April 2013): Referent Stephan Leuenberger, Schliern bei Köniz, stellte seinen Vortrag unter das Motto "Von der Töpferscheibe bis zur Helvetik - ein Streifzug durch die Grundzüge des bernischen Mühlerechts". Im Jahre 795 ist in bernischen Dokumenten erstmals eine Mühle erwähnt. Im 17. Jahrhundert ist pro 200 Einwohner eine Mühle auszumachen! Der Beruf des Müllers ist eines der ältesten Gewerbe der Menschheit, seine Stellung innerhalb der Gesellschaft eine besondere. abl

 

Meine ausgewanderten Verwandten (12. März 2013): Vortrag von Dr. Heinz Balmer, Konolfingen

 

Hauptversammlung GHGB (23.Februar 2013, Hotel Bellevue, Spiez): Abstimmung über die Ausflugsorte -Schwarzenburg gewinnt gegen Beatenberg, St-Ursanne gegen Biel.

 

Die Burgermeister-Chronik (16. Januar 2013): Vortrag von Rolf Burgermeister, Bolligen

 

Als der Urgrossvater die Urgrossmutter nahm (6. November 2012); Vortrag von Heinz Fankhauser, Burgdorf, GHGB: Familienerinnerungen aus der Zeit um 1830, Briefe, Tagebücher, Poesiealben.


Die digitale Fotografie in der historischen Quellensuche und Datensicherung (10. Oktober 2012); Vortrag von Hans Riedwyl. Sein Motto: Die Zukunft ist papierlos! Er zeigte dies am Beispiel seiner umfassenden Forschungen in der Gemeinde Röthenbach im Emmental; lieferte wertvolle Denkanstösse; bediente sich inkonsequenterweise aber der Hilfe von ausgedruckten Papierspickern... Wiegte kurz die Systeme Windows und Mac gegeneinander auf. abl


Ganztagesausflug nach Köniz (8. September 2012): Führung durch das historische Zentrum; Besuch des Schulmuseums (Führung mit Marianne Colombo)

 

Höck in Bern (4. August 2012)

 

Höck in Thun (7. Juli 2012)


Von Gichtern, Quacksalbern und Umschlägen - Medizin und Alltag in der Frühen Neuzeit (12. Juni 2012): Referent Prof. Dr. med. Dr. phil. Hubert Steinke weihte uns in die Geheimnisse der Viersäftelehre und deren Therapien wie Aderlass, Schröpfen, Einläufe, Brechen, Umschläge, Bäder usw. ein und schlug eine Brücke zur Medizin der heutigen Zeit. Er warnte Genealogen davor, aus erwähnten Krankheiten bei Sterbeeinträgen in Kirchenbüchern voreilig Schlüsse zu ziehen und empfahl stattdessen das Studium des Buches "Deutsches Krankheitsnamenbuch" von Max Höfler von 1899, das 1970 als Reprint erschienen und online einsehbar ist. abl


Nachmittagsausflug zum Schloss Holligen (5. Mai 2012)


Hugenotten in der Schweiz (18. April 2012); Vortrag von Dr. Simone Saxer


Stiftung Affolter, Koppigen - Dienstbotenheim, Kinderheim Friedau, Gartenbauschule (13. März 2012): Referentin Barbara Zbären, Steffisburg, nahm die Anwesenden mit auf einen virtuellen Rundgang durch die gemeinnützigen Institutionen der Familien Affolter in Oeschberg und St. Niklaus oder "Saniglaus" wie die Einheimischen sagen. Neben geschichtlichen Eckpfeilern war der Spaziergang angereichert mit zahlreichen Müsterchen der teils jugendlichen, teils altgedienten Bewohner der altehrwürdigen Gebäude, die in früheren Jahrhunderten als Wirtschaften (Bären und Sonne) gedient hatten. abl


Hauptversammlung GHGB (18. Februar 2012, Restaurant Sonne, Herzogenbuchsee): Der Lotteriefonds unterstützt unser Projekt zur Digitalisierung von handgeschriebenen Archivalien mit 20 000 Franken! Therese Metzger tritt aus dem Vorstand aus, neugewählt wird Ernst Lerch als neuer Kassier und Barbara Zbären wechselt von den Finanzen zu den Veranstaltungen.


Wylerhüsli - legendäres Arbeiterquartier im Berner Wylerfeld
(18. Januar 2012): Vortrag von Andreas Blatter, Münsingen, GHGB. Die Wylerhüsli bildeten die erste in der Schweiz realisierte Siedlung von Sozialwohnungen. Die Häuschen wurden ab 1890 in Etappen gebaut und ab 1955 systematisch wieder abgerissen. Aber der Mythos Wylerhüsli hält sich bis heute. Das gleichnamige Buch ist Ende November 2011 im Eigenverlag erschienen.


Höck in Burgdorf (3. Dezember 2011)


Der 'Hexenhammer' - eine theoretische Grundlage der grossen Verfolgungen der Frühen Neuzeit ("Eine unerhörte neue Häresie im Acker des Herrn") (8. November 2011): Vortrag von Prof. André Schnyder

 

Von der Teufelsbrücke zu "Alp Transit". Passübergänge und Wege in den Schweizer Alpen (19. Oktober 2011): Vortrag von Klaus Aerni, Dr. phil. nat. Prof. em. für Geographie, phil. nat. Universität Bern

 

Tagesausflug nach Meiringen (24. September 2011): Bei strahlendem Frühherbstwetter empfing uns Fred Gafner am Bahnhof Meiringen zu einem Dorfrundgang. Mit grosser Sachkompetenz wies er auf die besondere Lage seiner Gemeinde hin, die während Jahrhunderten, nebst vielen Murgängen und Überschwemmungen, auch von mehreren Grossbränden heimgesucht wurde.In einem zweiten Teil unseres Anlasses erklärte uns Pfarrerin Miriam Walser die bewegte Geschichte der Michaels-Kirche, welche im Lauf der Jahrhunderte immer wieder durch Geschiebemassen zerstört wurde. Im archäologischen Untergeschoss wurden durch Grabungen verschiedene Überreste früherer Bauphasen freigelegt, über welchen die Kirche immer wieder aufgebaut und erweitert wurde.

 

Höck in Bern (20. August 2011)


Höck in Thun (23. Juli 2011)


Besichtigung des Atelier Rothe in Bern (22. Juni 2011): Restaurierung und Konservierung alter beschädigter Schriften/Archivalien.


1000 Jahre Kirchengeschichte, allgemein und an Beispielen der Kirchhöri Münsingen (30. April 2011, Frühlingsausflug): Vortrag von Therese Metzger im Chappeli, danach Besichtigung der Kirche Münsingen; Ausklang im Restaurant Bären, dem ältesten Wirtshaus im Kanton Bern.


Mannevolch und Wybervolch bei Gotthelf (5. April 2011): Jeremias Gotthelf verschonte in seinen Werken keines der "Völker", beide bekamen gehörig etwas ab. Referent Heinz Fankhauser, Mitglied GHGB, zog alle Register und entlockte den Anwesenden manchen Lacher. Zum Schluss verteilte er allen Teilnehmenden eine Liste von berndeutschen "Schlämperlige" für Frauen und Männer mit Quellenangabe zu Gotthelfs Schriften. abl


Die Kohler von Wynigen BE - eine Handwerkerfamilie (9. März 2011): Referentin Trudi Kohler zeichnete das Leben von Joseph Kohler, geboren 1555, und seiner männlichen Nachkommen auf, die zum grossen Teil als Steinhauer oder Maurer gearbeitet hatten; ein Zweig verschrieb sich der Hafnerei, ein anderer der Holzverarbeitung. Gut dokumentiert wies die Familienforscherin auf noch existierende Bauten hin,welche die handwerkliche Handschrift der Kohler zeigen, sei es in Tuffstein, Holz, oder auf Kacheln. abl


Hauptversammlung 2011 in Münsingen (19. Februar 2011): Für den zurücktretenden Walter Eichenberger wird Othmar Thomann in den Vorstand gewählt. abl


You can't eat the scenery - vor Ussicht älei hesch äbe nid gläbt! (18. Januar 2011): Marianne Vogt-Amstutz erzählte von ihren Erfahrungen mit den Nachfahren ausgewanderter Sigriswiler in Amerika und wie es sie anspornte, den Vorfahren und deren Vergangenheit hier in der Schweiz nachzugehen. Sie stiess dabei auf unverhoffte Tatsachen und Begebenheiten, wobei ihr die vielen erhalten Unterlagen, die in Amerika aufbewahrt werden eine grosse Hilfe sind und waren. thm


Höck in Bern (4. Dezember 2010): gemütliches Beisammensein zum Gedankenaustausch im Restaurant Beaulieu


Eine Bevölkerungsgeschichte und mehr über Brienz (10. November 2010): Im Mittelpunkt des Referats von Peter Wälti stand die Demografie, beziehungsweise die Entwicklung und Zusammensetzung der Bevölkerung von Brienz aus der Zeit von 1664-1780. Er erläuterte mit unerschöpflichem Wissen und Witz was das Zusammenspiel von Geburten, Hochzeiten und Todesfällen über jene Menschen aussagen kann, wie, wann und wo Mann und Frau auf die Brautschau gingen, welches die offensichtlichen Folgen waren und in welchem Alter gestorben wurde. Wälti gab zum Schluss jedem teilnehmenden Forschenden zwei wichtige Tipps mit auf den Heimweg: Arbeitet nicht nach dem Wunschprinzip, sondern mit erhärteten Fakten - Quellenangaben erhöhen die Glaubwürdigkeit einer Forschungsarbeit. abl


Ehe und Familie im Spiegel alter bernischer Rechtsquellen (12. Oktober 2010): Referentin Sibylle Hofer, Dr. iur. Prof. für Rechtsgeschichte, bot einen äusserst spannenden Vortrag mit Schwerpunkt Eheschliessung und die sich über Jahrhunderte ändernden Gesetze, die mehrheitlich immer einen moralischen und einen finanziellen Aspekt hatten. Sie sprach aber auch über die Stellung der Frau und der Kinder in früheren Zeiten. thm


Lesen alter Schriften (4., 19. und 26. Oktober 2010; Burgdorf) mit Kursleiter Hans Minder, Präsident GHGB.


Herbstausflug nach Kerzers und Murten (18. September 2010): Wir besuchten Kerzers im freiburgischen Seebezirk und den Hauptort Murten. Während Murten mit seinen Mauern, dem Schloss und dem interessanten Museum weitherum bekannt ist, dürfte Kerzers weit weniger Mitgliedern ein Begriff sein. Martin Johner führte uns durch die letzten 3000 Jahre Ortsgeschichte, zeigte uns interessante Häuser, die Kirche und nicht zuletzt auch die Gasthäuser. Im Verkehrsknotenpunkt hatte nämlich sogar der Löwenwirt eigene, angeschriebene Stühle in der Kirche. hm


Höck in Burgdorf (21. August 2010): gemütliches Beisammensein zum Gedankenaustausch im Restaurant Bernerhof


Höck in Thun (17. Juli 2010): gemütliches Beisammensein zum Gedankenaustausch


Genealogische Verhältnisse in Holland im Unterschied zur Schweiz (15. Juni 2010): GHGB-Mitglied Klaas Jansen spannte kurz einen geschichtlichen Bogen, streifte dann auf schalkhafte Weise Segen und Tücken der niederländischen Namensgebung und zog schliesslich allen Anwesenden den Speck durch den Mund was das genealogische Angebot im Internet in seinem früheren Heimatland anbetrifft: da sind nämlich ganze Kirchenbücher digitalisiert verschlagwortet und faksimile abrufbar, aufbereitet von hunderten von Freiwilligen - und das in Topqualität! Nicht zuletzt schreibt er diesen Umstand der etwas anderen Mentalität der Niederländer zu, die viel eher Teamarbeit suchen als wir "Bergler". abl


Nachmittags-Ausflug nach Seeberg (8. Mai 2010): Seeberg entwickelte sich im Spannungsfeld der Landesherrschaft der Stadt Bern, vertreten durch den Landvogt von Wangen, der Twingherrschaft der Stadt Burgdorf mit dem eigenen Grasswilvogt und dem Kloster St. Peter im Schwarzwald als Eigentümer des Kirchensatzes, vertreten durch den Probst von Herzogenbuchsee. Hans Locher führte die Ausflügler durch das Dorf. Ausklang im Gasthof Schlüssel.


Unterstützung der Forschertätigkeit (14. April 2010): Wie glaubhaft sind Kirchenbücher? Wie gehe ich mit verschiedenen Schreibweisen desselben Namens um? Wo nehme ich Spuren von Auswanderern nach Amerika auf? Vorgängig konnten interessierte Mitglieder per Mail auf ihre Problemfälle in ihrer Forschung hinweisen - GHGB-Präsident Hans Minder gab an diesem Abend Tipps zur Lösung in seiner gewohnt humorvollen und kompetenten Art. Dabei versuchte er auch gleich, Mitglieder untereinander "kurzzuschliessen", also Fragende mit Spezialisten zu verlinken. abl

 

Kurs für Software Ahnenforscher 6.09 (20. März 2010): Bei einer Kursdauer von lediglich knapp 3 Stunden führte Referent Markus Christ die 27 Kursteilnehmer im Schnellgang, aber gewohnt kompetent in die Möglichkeiten der überarbeiteten beliebtesten Schweizer Genealogie-Datenbank ein und nannte auch ein paar nützliche Links, wie beispielsweise jenen zu seiner Vertrauensfirma für grossformatigen Stammbaumdruck: www.weiersmueller.ch. abl


Wie Schilt Simon zu seinem Übernamen kam (10. März 2010): Mit grossem Wissen und Herzblut erzählte uns GHGB-Mitglied Edmund Zenger von seinem Vorfahren Simon Schilt, der mit 18 Jahren als Söldner nach Neapel zog und als Hauptmann in die Heimat zurückkehrte. Er beschrieb uns die schönen Seiten von einem halben Tag Dienst und einem halben Tag frei in Friedenszeiten und der Verpflichtung im Kriegsdienst sein Leben für das Königreich Neapel zu opfern. Beschrieben ist das Söldnerleben auch in Rudolf von Tavels Buch "Der Donnergueg". bzm

Hauptversammlung 2010 in Burgdorf (20. Februar 2010): Als Dank für ihre grosse Arbeit rund um die Digitalisierung von Kirchenbüchern und anderen handgeschriebenen Quellen wird Hans Haldemann und Alfred Imhof die Ehrenmitgliedschaft verliehen. abl


Kreuz ist mein Leben, Sterben mein Gewinn - Weltbild und Totengedenken in mittelalterlichen Bildern und Texten (12. Januar 2010): Was war denn anders im Weltbild unserer Ahnen? Woran haben sie geglaubt und nach welchen Werten haben sie ihr Leben eingerichtet? Was bedeutete für sie Lebensgenuss und Sterben? Diese Fragen versuchte Referent Alois Stadler, Bergdietikon, anhand von Jahrzeitbüchern, Bildern, Denkmälern und schriftlich festgehaltenen Erfahrungen auf dem Totenbett zu ergründen. Fazit: Denkende Menschen suchen Antworten auf die stets neuen Fragen des Lebens. abl


GHGB-Höck (5. Dezember 2009): Traditionsgemäss für diesen Anlass wurden viele Fragen gestellt und fast alle beantwortet, Entzifferungsprobleme gewälzt und Erfahrungen ausgetauscht. Heinrich C. Waber lass aus seinem neuen Buch "O du fröhliche" eine Weihnachtsgeschichte vor. abl


Ein Bernburger wird König der Robinsoninsel (10. November 2009): Rolf Burgermeister bot ein interessantes Referat über Alfred von Rodt, der zuerst in k.k. österreichischen Diensten als Offizier wirkte, im Krieg gegen die Preussen schwer verwundet wurde und zeitlebens hinkte. Auf vielen Umwegen gelangte er nach Chile und ersteigerte dort mit seinem Vermögen die Pacht der Insel Juan Fernandez vor Chile, die Insel des richtigen Robinson. Er nannte sich Robinson II. Sein Wirken machte auf die Regierung so viel Eindruck, dass sie ihn zum Gouverneur dieses Eilandes ernannte. Er lebte mit einer Frau zusammen und zeugte mehrere Kinder. Geheiratet hatte er sie erst später. Die Schweiz besuchte er nie wieder. thm


Zweierlei Brautbriefe (um 1876 und um 1943) (13. Oktober 2009): Vortrag von Heinz Fankhauser, Burgdorf


Herbstausflug nach Zweisimmen (5. September 2009): Pfarrer Holger Finze-Michaelsen führte uns durch das Dorf auf den Spuren seines Buches: "6. Dezember 1862: Als Zweisimmen brannte - Zerstörung und Wiederaufbau eines Dorfes im Simmental"; Mittagessen im Restaurant Bären; anschliessend Führung durchs Museum.

 

Hinrichtungen im Kanton Bern - eine Spurensuche (16. Juni 2009): Referentin Susi Ulrich-Bochsler erzählte über die Forschung nach Hinweisen vom Mittelalter bis zur Aufhebung der Todessstrafe im Jahre 1861 anhand schriftlicher Ueberlieferungen und seltener archäologischer Skelettfunde.


Frühjahrsausflug nach Unterseen (9. Mai 2009): Führung durch die Altstadt unter Leitung von Hans Minder; Museumsbesuch, Zvieri.


Namen und Beinamen als zentrales Thema in der Ahnenforschung (21. April 2009): Der Autor des Buches "Menschen, Namen und Geschichten - Lungern/Obwalden", Hans Ming (in seiner Heimat der Batli-Hans genannt) betonte eindringlich die Wichtigkeit von Uebernamen und deren Registrierung, ermöglichen doch diese oft eine eindeutige Identifikation von Personen in der Familienforschung. Im andern Teil seines Vortrages streifte Hans Ming Gemeinsamkeiten der Kantone Bern und Obwalden und erzählte so manches heitere aber auch tragische Geschichtchen rund um Absenkung und erneute Flutung des Lungernsees. abl


Beispiele zur Vererbung körperlicher und geistiger Fähigkeiten (17. März 2009): Heinz Balmer zeigte anhand zahlreicher Beispiele auf, wie sich Genialität über mehrere Generationen vererben kann und reicherte diese Tatsache mit heiteren Anekdötchen an: Wer hatte zuvor gewusst, dass Isaac Newton Zeit seines Lebens nur einen Zahn seiner Zweiten verloren hatte! Besondere Erwähnung fanden dabei die Musikerfamilien Bach und Kollo, die Politikerfamilie von Weizsäcker, die Schriftstellerfamilie Mann, die Wissenschaftlerfamilie Darwin oder die Sportlerfamilie Hinterseer. Der Bankier Abraham Mendelssohn soll über seinen Vater Moses (Philosoph) und seinen Sohn Felix (Musiker) kleinlaut gesagt haben: "Früher galt ich als Sohn meines berühmten Vaters - jetzt bin ich der Vater meines berühmten Sohnes!" Aus der Liste von Nobelpreisträgern erwähnte Balmer mehrere Beispiele von Ausgezeichneten, die aus der gleichen Familie stammten (etwa Marie Curie und Tochter Irène Joliot-Curie in der Physik). abl
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Hauptversammlung 2009 (14. Februar 2009): Für den zurücktretenden Guido Gerber wird Hans Minder zum neuen Präsidenten gewählt. Therese Metzger nimmt neu Einsitz im Vorstand und wird sich künftig um die Veranstaltungen kümmern. Hans Jenni erhält für seine Verdienste als Heraldiker die Ehrenmitgliedschaft zugesprochen. abl


Goldrush (27. Januar 2009): Referent Ernst Scherrer, Dietikon, nahm uns mit auf den Weg von der Pazifikküste bis zum ersten Fundort des ersten Nugets in Quesnel in British Columbia im Jahre 1861 und zeigte uns am Wegrand allerlei Interessantes und Abenteuerliches. Goldfunde wirkten seit jeher wie Magnete auf viele Menschen; Abenteurer, Arbeitslose, auch hungernde Männer aus grossen Familien, aber auch Verbrecher übelster Sorte folgten dem Lockruf des Goldes und schleppten mit ihrem Erscheinen auch Krankheiten wie Masern, Diphterie, Pest und andere Krankheiten in die neue Welt; die Urbevölkerung steckte sich mit den Erregern an und wurde in der Folge stark dezimiert. Ernst Scherrer - früher mal Schüler unseres Präsidenten Guido Gerber - hatte nach den Spuren der Goldsucher in Westkanada auf mehreren Reisen ab 1986 gesucht, sich dabei mit seinem Sohn in der Wildnis auch aussetzen lassen, diese Spur aufgenommen und mit Dias und Tondokumenten belegt. abl


Der stumme Schrei - Suche nach den leiblichen Eltern (9. Dezember 2008): Referentin Martha Stadlmair las aus ihrem Buch "Ein stummer Schrei", einer biografischen Erzählung über ihre taubstumme leibliche Mutter, der sie nach jahrelanger Suche plötzlich in einem Heim im Waschhaus zum erstenmal gegenüberstand und zu deren Welt sie behutsam eine Türe aufzustossen versuchte. Die Autorin ging auch das Wagnis ein, ihre beiden Mütter, die leibliche wie die pflegende, sowie ihren Pflegevater zusammenzuführen. Unterstützt wurde Martha Stadlmair während ihrer Lesung von der Pianistin Annie Erlenburg, die mit ihrem bezaubernden Spiel den Anwesenden Gelegenheit gab, die teils beklemmenden Texte über das harte Schicksal der behinderten Frau etwas zu verdauen - ein absolut gelungenes Experiment!
In ihrer Lesung verriet Stadlmair aber nicht, wer denn ihr leiblicher Vater gewesen war; ihre Mutter konnte und wollte dieses Geheimnis nicht preisgeben und nahm es mit ins Grab. Erst Wochen nach ihrem Tod stiess die Autorin auf eine Fährte, die sie auf den letzten drei Buchseiten zwar knapp, aber umso eindringlicher beschreibt. abl


Die Familien der Einwohnergemeinde Trachselwald (18. November 2008): Den Traum eines jeden Historikers fand Hans Minder im Gemeindearchiv Trachselwald: Bündelweise Akten, darunter seltene Formulare wie etwa eine Hausiererbewilligung oder einer Marschfuhr einer Trachselwalderin, die in Bern wegen Schwangerschaft und Krankheit weggewiesen wurde. Was die Menschen vor vielen Jahren beschäftigte, darüber konnten die Anwesenden schmunzeln oder sich denken, auch heute gibts das noch, aber nicht mehr ganz aus der selben Ursache! In kurzweiligen Episoden wusste Hans Minder zu vielen heimischen Familiennamen interessantes zu erzählen. Da wohnen Familien seit Jahrunderten auf dem selben Hof und bewirtschaften noch heute das Land ihrer Ahnen. Selbst ein Liebesbrief, dessen Verfasser mit blumigen Worten nicht sparsam umging, fand den Weg ins Archiv. Einzige Trübsal an der Geschichte: Der Verfasser wollte sich der Angebeteten nicht mehr erinnern. Das Eheversprechen endete vor Gericht und der Liebesbrief diente als Beweis einer Lüge. bzm

 

Digitale Techniken zur Aufbereitung einer Hofchronik (7. Oktober 2008): Mathematiker Hans Riedwyl zeigte anschaulich, wie mittels gängiger Software - Word, Excel und Power Point - sowie digitaler Fotografie vielfältige historische Quellen aufgearbeitet werden können. Als Beispiele dienten ihm mehrere Schenk-Familien, die im 17. und 18. Jahrhundert im Fischbach bei Röthenbach gelebt hatten. Der Referent schloss mit dem dringenden Aufruf an Forschende, möglichst viele alte Dokumente zu fotografieren und damit einerseits einem nie ausschliessbaren Dokumentenverlust durch Diebstahl, Feuer, Wasserschaden usw. vorzubeugen, anderseits um die Dokumente zu schonen, weil das Studium derselben ab digitalisierten Daten geschehen kann und nicht endlos in den alten Zeitzeugen geblättert werden muss. abl


Herbstausflug nach Hasle-Rüegsau (20. September 2008): 15 Mitglieder besichtigten unter Leitung von Hans Minder die sehenswerte Kirche von Hasle-Rüegsau (ehemalige Klosterkirche des Nonnenklosters) und das malerische Kirchlein von Rüegsbach; Mittagessen im Gasthof Bären, Rüegsau. abl


Täufertum im Grenzgebiet zwischen deutsch und welsch, im Zeitrahmen von 1580-1720 (17. Juni 2008,) Theologe Paul Hostettler referierte aus seinem immensen Fundus über das savoyische Erbe in den Familiennamen, Auswanderung aus dem Schwarzenburgerland, Einwanderung von Waldensern, und führtedrei Personen - Clodo Bifrare, Peter und Jacob Hostettler sowie Jacob Ammen (wohl den Begründer der Amischen in den USA) - unter die Lupe. abl

Frühjahrsausflug nach Burgdorf (24. Mai 2008): Führung geleitet von Heinz Fankhauser durch Unter- und Oberstadt sowie Besuch des Schlosses Burgdorf und seines Museums (Schultheissentafel, Sackstempel, Fankhauser-Zimmer). abl


Die Freiburger Auswanderer nach Punta Arenas im Süden Patagoniens (15. April 2008): Brillant schilderte Referent Rolf Burgermeister, wie der Freiburger Albert Conus, 1838 in Le Saulgy FR geboren, erkannte, welches Potential im südlichsten Teil des amerikanischen Kontinents lag. Mit dem damaligen Gouverneur handelte er einen Vertrag aus, der auswanderungsfreudigen Schweizern recht grosse Vorteile bot. Bis 1885 machten über 130 Freiburger von diesem Angebot Gebrauch. Trotz Unheil, harter Arbeit und rauem Klima brachten es einige zu Wohlstand, während andere möglichst rasch wieder in die Schweiz zurück oder aber in ein anderes südamerikanisches Land reisen wollten. Im zweiten Teil seines Vortrages beleuchtete Burgermeister drei Familienschicksale näher und zeigte kritisch auf, was Behörden - von Gemeinde über Kanton bis zum Bundesrat - für die Auswanderer getan oder eben auch unterlassen hatten. Man hätte Rolf Burgermeisters blumiger Sprache und seiner professionellen Vortragsweise noch lange lauschen mögen! abl

 

Berner kulturhistorische Skizzen - 5 Thesen (11. März 2008): Referent Paul König-Hertig stellte folgende Thesen in den Raum und begründete diese ausführlich:
1. Die Berner Bauern hatten nicht auf die Reformation gewartet. Sie hielten vielfach ihren geistlichen Herren und Klöstern die Treue. So geschah es in Münchenbuchsee, auch im Saanental. Die xGletschermannen" aus Grindelwald und Lauterbrunnen zogen empört auf das Bödeli von Interlaken, um gegen die Aufhebung des Augustinerprioriats zu protestieren.
2. Durch die international tätigen geistlichen Ritterorden kam ein weiter Geist in die Bernische Welt. Kunde von der Belagerung von Rhodos zeigte die Gefahr, die durch den Islam drohte. Und er droht noch heute...
3. Die Reformation brachte die bäuerlichen Familien aus der Extraversion in eine Introversion zurück. Die Wege nach innen wurden erschlossen in einer Zeit, in der das Weltende erlebt wurde und das Jüngste Gericht. Das drückte auf die Lebensfreude, die nicht mehr laut geäussert wurde, sondern in stiller Andacht und Selbstbeherrschung gepflegt wurde.
4. Des Bauern Alltag: harte Arbeit, Pestilenz, Krieg, aber auch Fest und Ritual. Auch die Schweiz schien davon nicht verschont zu werden: Unterdrückung der Bauern durch den Obrigkeitsstaat Bern. Die Bauern von Wiggiswil solidarisierten sich nicht mit dem Bauernaufstand 1653. Sie hielten zu ihren Junkern Landvögten, die oft ihren Söhnen Paten waren.
5. Ja, die Moral einst und heute. Der Berner Historiker Erich Grüner erwähnt, wie früher das Tenn auf dem Wohnstock des Bauernhauses eine Art Schlafherberge für Meister und Meisterin, Kinder, Knechte und Mägde gewesen sei, nach dem Motto: alle mit allen und jedes mit jedem. Grüner vergisst aber nicht, dass die bürgerliche protestantische Ehe ein Bollwerk war gegen die ungehemmte Sexualisierung.


Hauptversammlung 2008 (9. Februar 2008): Kassier Peter Lauener tritt aus dem Vorstand aus, an seine Stelle wird Barbara Zbären gewählt. Heinz Balmer wird für sein Engagement für die GHGB während Jahrzehnten die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Die Mitgliederbeiträge werden nicht erhöht. abl


Fundgeschichte der Frühmenschen - unsere frühen Vorfahren (Dienstag, 15. Januar 2008), Vortrag Heinz Balmer: Der Zürcher gelehrte Johann Jakob Scheuchzer erblickte im Skelett auf einer Oensinger Jurakalkplatte "das betrübte Beingerüst" eines in der Sündflut umgekommenen Menschen. Es dauerte hundert Jahre, bis Georges Cuvier in dem Abdruck einen ausgestorbenen Riesensalamander erkannte.
Die wirklichen Funde begannen mit Steinwerkzeugen des Urmenschen in Frankreich und mit einem Schädel im Neandertal bei Düsseldorf. Es folgten die Höhlenmalereien in Nordspanien (Altamira) und Südfrankreich. Die ersten Frühmenschen traten auf Java und bei Peking ans Licht. Dann entdeckte Robert Broom in Südfrankreich noch urtümlichere Uebergänge zwischen Affe und Mensch. Die Familie von Louis Leakey fand in Ostafrika die bisher ältesten Formen.


Täufer in der Genealogie - was muss man wissen? (Mittwoch, 19. Dezember 2007): Kurz liess Referent Hans Minder das Täuferjahr 2007 mit seinen 350 durchwegs gut beachteten Veranstaltungen Revue passieren. Viele Besucher waren erstaunt und betroffen über die Verfolgung Andersgläubiger bei uns, hatten sie doch vorher kaum etwas über diese dunkle Zeit bernischer Vergangenheit in den Schulbüchern gelesen. Dann öffnete Minder sein Nähkästchen und liess die Zuhörenden teilhaben an seinem profunden Wissen - man mag ihm immer wieder gerne und lange zuhören! Er zeigte Schwierigkeiten und Möglichkeiten der Quellensuche auf, die eine Genealogie der Täuferfamilien überhaupt ermöglicht. Sein Referat gipfelte in einem dringlichen Aufruf: Forscher sollen sich doch zusammenschliessen und systematisch beispielsweise ein Standortverzeichnis all der so wertvollen Chorgerichtsmanuale bernischer Kirchgemeinden erarbeiten, bevor alle alten Pfarrer und Siegriste weggestorben sind und endgültig niemand mehr weiss, wo diese Bücher schlummern... abl


Maria Zaugg - ein Frauenschicksal im 19. Jahrhundert (Donnerstag, 22. November 2007): In ihrem Vortrag zog Referentin Therese Metzger das Leben ihrer Vorfahrin ins Licht zurück, die als 21jährige 1809 den um 41 Jahre älteren Johann Münger geehelicht hatte. Nach dessen Tod wurde sie vom verheirateten Ueli Rüegsegger schwanger, der unumwunden die Vaterschaft anerkannte und trotzdem verurteilt wurde. Nach erfolgter Scheidung von seiner Frau wollte er Maria Zaugg heiraten, doch dies wurde ihm als Ehebrecher von der bernischen Obrigkeit verwehrt. Nach der Geburt des zweiten unehelichen Kindes brachen Maria und Ueli mit ihren kleinen Kindern bei Nacht und Nebel auf und tauchten nach wohl beschwerlicher Reise im Elsass unter. Nach Geburten von zwei weiteren unehelichen Kindern ersuchten sie aus der Ferne erneut, eine Heiratserlaubnis zu erhalten - ohne Erfolg. Die Liebe muss wohl ob all der Mühsal irgendwann zerbrochen sein, und Maria kehrte wieder in die Schweiz zurück, wo sie 1832 Johann Schori ehelichte, der 21 Jahre jünger war als sie... Referentin Therese Metzger versuchte auf brilliante Weise gefühlsmässige, gesellschaftliche und wirtschaftliche Beweggründe, die zu den Liaisons ihrer Ahnin führten, nüchtern auszuleuchten. abl


Heraldik im Berner Münster (Donnerstag, 18. Oktober 2007): Referent Guido Gerber erleuchtete allerlei Historisches rund ums Berner Münster, liess die kaum bekannten und längst nicht mehr sichtbaren kleinen Kappellen in den Seitenschiffen aufleben, beschrieb die verheerenden Folgen des Bildersturms, ging intensiv auf die Kunst bernischer Glasmalerei ein, die uns 65 Wappen - eingearbeitet in wunderschöne Kirchenfenster - beschehrte, erwähnte Aufstieg und Fall einzelner Berner Geschlechter, die zwar im Münster ihre heraldischen Spuren hinterliessen, durch oft selbstverschuldete hohe Lebenshaltungskosten verarmten oder aber durch fehlende Filiation ausstarben. abl


Herbstausflug zu verschiedenen Täuferorten im Berner Jura (Samstag, 22. September 2007): Hans Minder organisierte den Besuch von zwei jurassischen Täuferhöfen, dem Archiv der Täufergemeinde von Jean Gui bei Tavannes auf dem "Tschangisboden" sowie den Abstieg zur Täuferbrücke, dem geheimen Versammlungsort der Taufgesinnten im 18. Jahrhundert.


Suche in Sachen Rötlispäärger (Donnerstag, 14. Juni 2007): Bronzeplastiker Freddy Röthlisberger aus Mellingen AG führte die Anwesenden auf originelle Art durch 16 Generationen "seines" Zweiges der Röthlisberger von Langnau i.E.: Haselstecken - eben Holz, aus dem die Röthlisberger geschnitzt sind - legte er auf einer Zeitachse aus und zeigte damit das Ueberlagern der verschiedenen Generationen anschaulich. Die Herkunft des Namens führt er auf Brandrodung zurück (= roter Berg). abl


Frühjahrsausflug zum Schloss Landshut (Samstag, 19. Mai 2007): 22 TeilnehmerInnen liessen sich unter kundiger Führung von Frau Kummer durch Schloss, Garten und Jagdausstellung führen.


Burgund und Kleinburgund im Lichte der Geschichtsschreibung (Donnerstag, 19. April 2007): Referent Paul König skizzierte die Herkunft der Burgunder, würdigte ihren Einfluss während ihrer Blütezeiten in Mitteleuropa, zeigte familiäre Bande auf, bezeichnete die bernische Grossmachtspolitik als europäisch bedeutend, deren Ableger bis ins moderne Europa des 21. Jahrhunderts ranken. Er stellte die These in den Raum, dass beide Weltkriege nicht stattgefunden hätten, wären die damaligen Allianzen im Reich der Mitte nicht zerfallen. abl


Albrecht von Haller 1708 - 1777 (Donnerstag, 15. März 2007): Einmal mehr verstand es Referent Heinz Balmer auf brilliante Weise, die Anwesenden durch seine witzig-frische Erzählart in den Bann zu ziehen. Anhand von Vor- und Nachfahren-Tafeln zeigte Balmer viele Facetten dieser Familie auf, angereichert mit zahlreichen Anekdoten, die er richtiggehend zelebrierte. Dank seinem profunden Wissen konnte er auch das wissenschaftliche und dichterische Werk des notorischen Schaffers Albrecht von Haller ins rechte Licht rücken. Eine Diaschau rundete den spannenden Vortrag ab. Jedem Anwesenden schenkte Heinz Balmer zudem ein Buch, das er vor Jahren über den Naturwissenschaftler für die Reihe "Berner Heimatbücher" geschrieben hatte! abl


Hauptversammlung 2007 (Samstag, 10. Februar 2007): Peter Schranz tritt aus beruflichen Gründen aus dem Vorstand aus. Als neuer Beisitzer wird Walter Eichenberger gewählt. Die Mitgliederbeiträge werden vorerst nicht erhöht. Ab sofort können GHGB-Mitglieder an der Mailingliste der SGFF teilnehmen. abl


GHGB-Höck (Samstag, 20. Januar 2007): Wie gewohnt diente dieser Anlass dem spontanen Meinungsaustausch; unter Moderation von Peter Lauener diskutierten die Anwesenden über Bewilligungspraxis, Datenschutz, Alternativ-Software zu Word, Druck von Familienchroniken, Ausdrucken von Stammbäumen, SGFF-Bibliothek, Erwartungen an die GHGB usw. In der Schlussrunde umschrieb jedes Mitglied seine Forschungsgebiete.


Resultate der Familienforschung Lauperswil - von den ersten Kirchenbüchern bis um 1850 (Dienstag, 14. November 2006): Hans Minder referierte vor einem vollen Saal über die Familienforschungen über die 60 alteingesessenen Bürgergeschlechter der Gemeinde Lauperswil. Er erläuterte den Weg von der Idee bis zu den heutigen Zwischenresultaten. Es sind so 60 Hefte entstanden, die je nach Familie unterschiedlich umfangreich werden. Der Schwerpunkt des Referates bildete die Quellenerläuterungen, die auch für Forschungen in anderen Gemeinden nützlich sein können. So waren die Kirchenbücher schlussendlich nur eine von vielen Quellen, die er verwendet hat. Anekdoten um einzelne Personen und Familien, Einwanderer und Auswanderer, von Raufbolden in fremden Diensten und einem Mörder, der wohl schlussendlich auf dem Tisch der Medizinstudenten gelandet ist, rundeten die Erläuterungen ab.

 

Nach Amerika ausgewanderte Schweizer und die Suche nach ihren Wurzeln (Samstag, 21. Oktober 2006): Die Einladung ins Genealogiezentrum von Herrn Lewis Rohrbach in Worb nahmen zirka 50 Mitglieder wahr. Bei schönstem Herbstwetter wurde der Anlass infolge Platzmangels spontan ins Freie verlegt. Hans Minder übersetzte den spannenden Vortrag ins Deutsche. Wir erfuhren, wie einfach es in Amerika ist, Nachnamen und sogar Vornamen zu ändern. Anhand eines Beispiels erfuhren wir, wie schwierig es dadurch oft für die Nachkommen ist nach den Wurzeln ihrer zugewanderten Vorfahren zu suchen. Sie wissen oft nicht mehr, dass einer ihrer Ahnen seinen Namen geändert hat. Volkszählungen finden in den USA alle 10 Jahre statt. Anfangs des 20. Jahrhunderts wurden die Volkszählungsbogen oft ungenau ausgefüllt, nicht zuletzt auch aus politischen Gründen! Anschliessend zeigte Herr Rohrbach in kleinen Gruppen, wie die Suche im Internet erfolgen kann. Auch die Türe zur Bibliothek im Speicher war offen. Abschliessend durften wir uns auch noch mit Kaffee und Kuchen stärken. Wir danken den überaus freundlichen Gastgebern für den interessanten Nachmittag.


Lesen alter Schriften für Anfänger (jeweils Montag, 16. und 30. Oktober 2006): Therese Metzger in Münsingen sowie Hans Minder in Gümligen unterrichteten je 8 Kursteilnehmer im Entziffern der alten Kurrentschrift, welche die Grundlage jeder Art von historischer Forschung bildet. Kein Genealoge wird je um diese handschrift herumkommen, sei es in Kirchebüchern, Burgerrodeln oder in privaten Dokumenten! Dieser Kurs soll jährlich stattfinden.


Herbstausflug auf den Bucheggberg
(Samstag, 23. September 2006): 20 Mitglieder trafen sich in Bätterkinden auf dem Bahnhof, um einen Tag im solothurnischen Buecheggberg zu verbringen. Unter der kundigen Führung von Lokalhistoriker Peter Laett besuchten wir zuerst das Heimatmuseum des Buecheggberg, das Schlösschen Kyburg-Buchegg. Es ist der letzte Rest einer Burg, die im Mittelalter einer bedeutenden Adelsfamilie gehörte. Das Heimatmuseum ist sonst üblicherweise nur an Sonntagen geöffnet. Peter Laett erläuterte die Geschichte der Region, die politisch seit rund 600 Jahren zu Solothurn, kirchlich aber immer zu Bern gehört hat. Die Buechiberger sind also Solothurner, aber reformiert. Mit dem Bus fuhren wir dann ins Kreuz in Mühledorf wo uns ein ausgezeichnetes Mittagessen erwartete. Nachher liessen wir uns die Dörfer und die Landschaft und manches schöne Haus zeigen und besuchten die Grabenöli in Lüterswil. Es ist eine der letzten noch funktionstüchtigen Ölen in der Schweiz. Nussölliebhaber aus der ganzen Schweiz bringen ihre Nüsse nach Lüterswil, um bei einem Schwatz auf das köstliche Nussöl zu warten. Ueber Balm bei Messen, Ober- und Unterramsern und Aetingen fuhren wir zurück nach Bätterkinden.

 

Mündliche Überlieferung der Familie König von Wiggiswil (Dienstag 27. Juni 2006): Als Gäste durften wir einige Mitglieder der Familie König begrüssen. Der Historiker Dr. Paul König entführte die Zuhörer mit literarisch hervorragenden Erinnerungen und Gedanken in die Vergangenheit. Spannende mündliche Überlieferung von Rösy König-Widmer zur Sichlete und Erzählungen weiterer Vorfahren über den Tod oder Auslandaufenthalte in Südamerika und England liessen uns die Gegenwart vergessen.


Frühjahrsausflug nach Madiswil (Samstag, 27. Mai 2006) unter Leitung von Simon Kuert (Lokalhistoriker)


Ahnentafel oder Stammbaum (Dienstag, 18. April 2006): Die ehemalige GHGB-Päsidentin Therese Metzger sprach über Vor- und Nachteile der beiden Darstellungsformen in der Genealogie. Sie warnte aus gemachten Erfahrungen vor vermeidbaren Fehlern wie etwa Erfolgszwang bei der Filiation (akzeptieren, dass nicht alles erreicht werden kann) und Nachlässigkeit bei der Registrierung von gefundenen Daten (alles erfassen - auch scheinbar Nebensächliches - mit genauer Quellenangabe). Müsterchen aus ihrem reichen Fundus rundeten den sehr gut besuchten Vortragsabend ab. Die Referentin versprach auch, in den nächsten Jahren einen Mordfall aufzuarbeiten, auf den sie beim Erforschen ihrer Familie gestossen ist, den sie dereinst in der GHGB-Runde ausleuchten wird.


Fotografien - wie behandeln und archivieren (Dienstag, 21. März 2006): Fotohistoriker Markus Schürpf  zeigte am Beispiel der legendären Fotografen Paul Senn (Bern) sowie Louis und Louis Bechstein (Langenthal) auf, wie deren Nachlässe nach dem Motto "Sammeln - sichern -  konservieren - erschliessen" aufbereitet wurden. Der Referent führte uns klar vor Augen, dass Fotografie stets in Massen auftritt und immer überfordert! Der schleichende Zerfallsprozess jeder Fotografie setzt unmittelbar nach deren Aufnahmen ein - mit geeigneten Massnahmen kann dieser Prozess jedoch herausgezögert werden. Schürpf warnte explizit vor falscher Euphorie: nichts ist vergänglicher als digitalisierte fotografische Daten! abl


Hauptversammlung 2006 (Samstag, 11. Februar 2006): Die Versammlung verpflichtet sich, ein Buchprojekt des Heraldikers Hans Jenni mit 3000 Franken zu unterstützen; der scheidende Vizepräsident Peter Wälti wird mit Ehrenmitgliedschaft, Urkunde und Buchgeschenk geehrt; neu im Vorstand Andreas Blatter; Mitgliederbeiträge bleiben gleich. abl


Auf den Spuren meiner Ahnenhäuser (Dienstag, 10. Januar 2006): Heinz Balmer, langjähriges Mitglied der GHGB, führte die Anwesenden zurück in die Vergangenheit seiner Familie; kraft seines Wissens und seiner blumigen Sprache wähnten sich alle Zuhörenden in frühere Zeiten versetzt.. abl


Die Auswanderung aus Kiesen nach Nordamerika im 19. Jahrhundert (Dienstag, 8. November 2005): Delia Moser stellte ihre bemerkenswerte Matura-Arbeit vor. Anhand von fünf Einzelschicksalen beschrieb sie mögliche Beweggründe und Wege der Kiesener Auswanderer: Zum Beispiel Susanna Baumgartner, die mit ihren zwei Kindern ihren Ehemann verliess und in der neuen Welt sofort wieder heiratete; oder die Reise der 70jährigen Anna Niklaus mit ihren beiden Enkelkindern; Handelsmann Albert Streit, der sich nach einer Geschäftsreise durch Oesterreich und Deutschland direkt nach Amerika absetzte; die Auswanderung der verarmten 9köpfigen Familie Waber, die sich später Webber nannte; zuletzt Müllergeselle Gottlieb Indermühle, der vermutlich einer unglücklichen Liebe zu entrinnen versuchte und neues Glück in Uebersee zu finden hoffte. Der Vortrag der jungen Referentin war angereichert mit zahlreichen Fotos, Dokumenten und Briefen, die sie mehrheitlich aus den Familienarchiven der Nachkommen in Uebersee ergattert hatte.


Arbeiten mit der Datenbank Ahnenforscher 2000 (Dienstag, 11.Oktober 2005): Referent Markus Christ stellte die Philosophie der bewährten Software Ahnenforscher 2000, plauderte aus dem Nähkästchen und gab interessante Kniffe und Feinheiten preis. Er verteilte auch eine äusserst nützliche Liste mit Webadressen, wo gratis nützliche Hilfsprogramme heruntergeladen werden können. Zum Schluss stellte er die neue Software Genhisto vor, die dem Familienforscher das Verwalten von alten Fotografien erleichtern soll.


Herbstausflug nach Grindelwald (Samstag, 24. September 2005): Dorfführung durch Grindelwald und seine Vergangenheit mit Hans Egger, Besuch des Heimatmuseums, Wanderung zur Gletscherschlucht, Besichtigung der Marmorbrüche, Mittagessen im Restaurant Marmorbruch, Eisgewinnung vor 100 Jahren.


Altbernische Taufbräuche
(Donnerstag, 16. Juni 2005): GHGB-Präsident Guido Gerber zeichnete den Weg vom heidnischen Reinigungsritual, der Wasserweihe der Germanen, bis zum Kult der christlichen Taufe auf, der stets mit allerlei Aberglaube durchsetzt war. Der Referent erzählte vom Brittle (= vermitteln) durch Hausierer und Störenmetzger, vom Brauch des Tschämele ( = zu Gevatter bitten), vom Göttibatze, wann eine Schlottergotte her musste,  zählte auf, was alles in einen Einbund gehören konnte (zum Beispiel gesottene Eier als Zeichen der Fruchtbarkeit) und welche Zutaten ins Wywarm, eine Art Begrüssungssuppe für Taufgäste gehörte, nämlich Wein, geröstetes Mehl, Butter, Zucker, Zimt und Safran. Dass das Kind vor dem Gang zur Kirche kurz unter den Tisch auf die Erde, danach auf eine geöffnete Bibel gelegt wurde, bei der mit Vorliebe das Johannes-Evangelium oder die Psalmen aufgeschlagen waren; in einigen Gegenden war es sogar üblich, die aufgeschlagenen Seiten danach aus der Bibel zu reissen, sie fein zerfötzelt mit dem nächsten Brei dem Täufling einzuverleiben. Episödchen wie etwa jenes, dass der Götti sich auf dem Gang zum Gotteshaus nie hat umdrehen oder stehenbleiben dürfen, oder die Pflicht des Grossvaters eines unehelichen Kindes, die Delegation beim Betreten der Kirche anführen zu müssen, rundeten den blumigen Vortrag ab.

Aussterben oder verarmen? Die Effinger von Wildegg (Mittwoch, 13. April 2005); Historiker Felix Müller stellte sein Buch über die Berner Patrizierfamilie Effinger von Wildegg vor. Er zeichnete auf lebendige Weise eine Familiengeschichte von ihrer Blütezeit bis zum Ableben der  letzten Nachfahrin 1912, die als Vermächtnis das prachtvolle Schloss Wildegg dem Landesmuseum schenkte. Die Effinger äuffneten ihren Besitz aus Bodenzinsen, Zehnten und Gülten, verloren aber nach der Revolution von 1798 ihre jahrhundertealte Vormachtstellung und leben im heutigen Bern lediglich in der Namensgebung der Effingerstrasse weiter.


Arbeiten mit CD-ROM Kirchenbüchern von Lewis Rohrbach (Dienstag, 22. März 2005): Referent Hans Minder berichtete über seine ersten Erfahrungen mit dem neuen Medium.


Hauptversammlung GHGB (Samstag, 5. Februar 2005): Der Jahresbeitrag soll auf Fr. 45.- belassen werden. Als Sonderbeitrag für juristisches Vorgehen hat jedes Mitglied Fr. 35.- zu leisten. Der Anschaffung einer neuen Leinwand und eines neuen Projektors wird zugestimmt. Neu in den Vorstand gewählt wurden: Charlotte Seiler und Huldrych Gastpar. Als neue Rechnungsrevisoren stellen sich zur Verfügung: Jakob Sprunger und Paul Anton Nilsen. Ersatzrevisor ist Walter Eichenberger.

 

Forschungen zur Genetik bis in unsere Zeit (Donnerstag, 11. Januar 2005): Referent Heinz. Balmer: Seit Morgans Drosophila-Mutanten weiss man, dass allgemein Erbanlagen (Gene) in den Chromosomen wie in einer Perlenkette um so näher beisammen liegen, je seltener sie sich voneinander trennen. Biochemiker ermittelten die Gen-Bestandteile. So wie die Beugung der Röntgenstrahlen durch Kristallgitter im Laue-Diagramm die Anordnung der Kristallatome anzeigten, führte die Durchstrahlung der Chromosomen 1953 zur Erkenntnis der DNA-Doppelhelix. Seit den l980er Jahren liessen sich Erbleiden und Genbeschädigungen aufeinander beziehen, denn Stammbäume von Grossfamilien verrieten Erbgänge und die verursachenden Gene. - Getrennt aufgewachsene eineiige Zwillinge bewiesen die Vormacht der Anlage über Erziehung und Umwelt.


Am Höck zum Jahresausklang (Samstag, 11. Dezember 2004) vergingen die Stunden im Flug: Da wurden Bücher und Stammbäume  herumgereicht, Probleme diskutiert, gemeinsam heikle Schriften entziffert - kurz: einander geholfen und gegenseitig inspiriert! 


Pommern, Ostpreussen  - auf den Spuren meiner Vorfahren (Dienstag, 5. Oktober 2004); Referent: Egon Trachsel berichtete über das Schicksal vieler Auslandschweizer zwischen zwei Weltkriegen.


Geld und Gut - kulturgeschichtliche Streiflichter (11. Juni 2004): Referent: Rudolf Etter beschrieb auf anschauliche Weise den Werdegang des Geldes - von den ersten bekannten Münzen 700 Jahre v.Chr. in Lydien bis zu den heutigen Banknoten. Er zeigte die verheerenden Folgen einer Entwertung auf, beleuchtete Geld aber auch aus ethischer Sicht, legte dar, wie alte Begriffe wie Krösus und Mammon sich in den heutigen Sprachgebrauch gerettet haben und zeigte zum Schluss die nachhaltige Wirkung des Geldes in der Literatur auf.


Die Hartmann von Biel und ihre Auswanderungsgeschichte in die Pfalz (22. April 2004):  Referent Helmut Hartmann hat eine beeindruckende Familienchronik über die Geschichte der Träger seines Namens erstellt. Erste „Hartmänner“ erscheinen im Kanton Bern bereits im Jahr 1331. Er zeigte uns, wie sie sich dieses Geschlecht zuerst langsam von Nyon bis Biel und von Schwarzenegg bis Aarburg westlich vom Kanton Aargau und Luzern bis an den Genfersee ausbreitete und wie Anfang des 17. Jahrhunderts einer der vielen Hartmänner in die Pfalz auswanderte, um dort eine Familie mit vielen heutigen Nachkommen zu gründen.
Der Vortrag wurde mit Hilfe einer Excel Tabelle erstellt und in Form einer Präsentation dargeboten. Zum Darstellen von Familientafeln war dieses Programms mit seinen Feldern gut geeignet. Alle Daten waren beispielhaft miteinander verknüpft, so dass praktisch von jeder Stelle aus eine andere Stelle angewählt werden konnte.


Am Anfang stand die Kirchgemeinde (Dienstag, 9. März 2004): Hansruedi Spycher bezeichnete die Reformation als Nahtstelle in der Geschichte, beschrieb die Verquickung von Kirche und Obrigkeit und skizzierte die Entwicklung der Kilchhöri zur Einwohnergemeinde. Dabei stellte er die These auf, Bern währe nie reformiert worden, wäre es ein eigenes Bistum gewesen und hätte nicht je zur Hälfte den Bistümern Lausanne und Konstanz gehört! Der Theologe reicherte sein Referat mit zahlreichen Hinweisen zum kirchlichen Brauchtum an. So bezeichnete er die reformierte Kindstaufe als Ueberbleibsel von germanischem Brauchtum, bei dem die Kinder mit der feierlich zelebrierten Namensgebung erst Teil des Sippenverbandes wurden.


Hauptversammlung GHGB (7. Februar 2004): Die ordentlichen Geschäfte wurden ohne Gegenstimme genehmigt. Hans Haldemann orientierte über das juristische Vorgehen gegen die Neuregelung der Einsichtspraxis für Mikrofilme von Kirchenbüchern im Staatsarchiv.
Maya Stauffer, Lisbeth Steinegger und Therese Metzger scheiden aus dem Vorstand aus. Für die beiden ersten sind bereits letztes Jahr neue Mitglieder gewählt worden. Neuer Präsident der GHGB wird Guido Gerber, Liebefeld. Der Vorstand wird sich an seiner ersten Sitzung definitiv  konstituieren.


Wie erstellt man ein Heimatbuch oder eine Familienchronik (22. Januar 2004): Peter Wälti und Hans Minder streiften folgende Themen: Sammeln von Unterlagen (mündliche Überlieferungen, Literatur, Primärquellen und Bildmaterial); Quelleninterpretation und Quellenkritik; Vom Umgang mit den Quellensammlung (Umfangverhältnis Vergangenheit/Gegenwart, Aufarbeitung, Regeln zur Abschrift von Quellentexten, Erfassungsmethoden); Zusammenfassung des Materials (Konzept für das Buch, Festlegen der Buchfassung, Drucken und Binden, Kostenfrage);  Literaturverzeichnis (Internet, Auflistung von Literatur zur Berner Ortsgeschichte, Zeitschriften und Periodika, Bibliographien, Lexika, Quellensammlungen usw.).  Der Vortrag kann als CD-ROM zum Preis von 12 Franken bestellt werden bei: Hans Minder, Oberdorf , 3438 Lauperswil.


Gemütliches Beisammensein am Höck (Samstag,6. Dezember 2003): Zur Auflockerung der Fachsimpeleien las GHGB-Mitglied Heinrich C. Waber aus seinem neuen Buch "E chalte Ofe - Gschichte u Müschterli der Chise na".


Die Kalenderreform - Zankapfel der Konfessionen (Dienstag, 18. November 2003): Referent Franz Egger, Historisches Museum Basel, erläuterte uns die Hintergründe der zeitlich so unterschiedlich eingeführten Kalenderreform. Da der erste Vorstoss vom Papst ausging, sträubten sich die Neugläubigen diese Korrektur anzunehmen. Erst um 1700 als die Zeitverschiebung bereits elf Tage erreicht hatte, fanden dann auch die reformierten Kantone eine Anpassung richtig. Um das Gesicht nicht zu verlieren nannten sie aber den neuen Kalender nicht "Gregorianisch" sondern "der neue Julianische Kalender".  Im Kanton Bern wurden die Tage zwischen dem 31.12.1700 und 12.01.1701 gestrichen.


Landsassen, Fahrende – Eine Heimat und doch keine (Donnerstag, 30. Oktober 2003):  Rolf Wolfensberger-, Museum für Kommunikation, berichtete auf interessante Weise von der Entstehung der Heimatlosigkeit und ihren Folgen. Die Ursachen waren sehr vielschichtig, Hauptgründe jedoch Armut und fehlende Mittel um diese zu bekämpfen. Entstanden waren die Probleme nach der Reformation mit der Aufhebung der Armenfürsorge der Kirche und deren Übertragung an die Kommunen.


Ausserordentliche Mitgliederversammlung GHGB (30. August 2003): Vorstand und Ausschuss stellten zuerst die verschiedenen bereits getätigten Ermittlungen betreffend Einsichtsrecht in die Kirchenbücher im Staatsarchiv vor. Nach bewegter Diskussion beschloss die Versammlung gegen den Beschluss der beschränkten Einsichtnahme juristisch vorzugehen. Die Finanzierung soll vorerst über einen Solidaritätsbeitrag von 35.- pro Mitglied im 2003 mitgetragen werden. An der nächsten HV soll dann der Betrag für 2004 festgelegt werden. 


Wie kommen Namen auf die Landeskarte? (Dienstag, 24. Juni 2003);  Referent: Martin Gurtner, Landestopographie.

 
Die Rechtsquellen des Kantons Bern - nützlich für die Familienforschung (Freitag, 25. April 2003):  Anhand von zahlreichen Beispielen zeigte Anne-Marie Dubler- auf, dass Familienforscher in sogenannten Rechtsquellen-Editionen das Fleisch zum Knochen finden können - wichtige Informationen zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Status ihrer Ahnen.


Dorf- und Familiengeschichte zusammenstellen - neue Wege
(Dienstag, 18.März 2003): 1. Teil: EDV-Programm, Referent: Jean-Pierre Feron; 2. Teil: Buch-Antiquariat der GHGB 
Ein merkwürdiger Fund im Pfäferser Taufbuch des 18. Jahrhunderts - die Taufe toter Kinder (Donnerstag, 20. Februar 2003):  In früheren Zeiten war der Glaube verbreitet, dass ungetaufte Kinder die Seligkeit nicht erreichen könnten und ihr Jenseits in einer Art Vorhölle verbringen mussten. Referent Fritz Joos- zeigte auf, was gepeinigte Eltern alles unternahmen, um ihrem toten Kind mit Wallfahrtsbesuchen und Totentaufe zum Frieden zu verhelfen. (siehe auch Jahrbuch 1983 SGFF)


Hauptversammlung GHGB (Samstag, 25. Januar 2003): Hauptthema war die bevorstehende Auslagerung der Mikrofilme aus dem Staatsarchiv, als unsinnige Folge einer Sparübung des Grossen Rates.


Wie fange ich mit der Familienforschung an? (Mittwoch, 22. Januar 2003) Einführungskurs in die Genealogie mit Therese Metzger.


Stammtisch (Samstag, 7. Dezember 2002): Unbeschwertes Austauschen von Erfahrungen und Ideen.


Holznutzungsstreitfälle und Beteiligte am Brienzersee (Dienstag, 12. November 2002): Peter Wälti entführte die Anwesenden ins Mittelalter, beschrieb die Nutzung des Böniger Waldes und die daraus entstandenen Streitereien zwischen dem Kloster Interlaken und Johann von Ringgenberg. Anhand von einigen Beispielen aus alten Dokumenten  zeigte der Referent nebenbei die Entstehung von Familiennamen auf.


Woher stammten die grossen Schweizer? (Freitag, 11. Oktober 2002): Heinz Balmer erzählte auf eine höchst spannende und erfrischend humorvolle Art von den vielen berühmten Schweizern, auf die wir so stolz sind und die doch ihre Wurzeln im Ausland haben.


Ausflug nach Amsoldingen und Thun (Samstag, 28. September 2002): Am Morgen führte uns Monika Stauffer in kompetenter Weise in die interessante Geschichte der Kirche von Amsoldingen. Es gab viel Interessantes, z. Teil bis heute Ungeklärtes zu hören und zu besichtigen. Das anschliessende Mittagessen diente dem regen Gedankenaustausch und der Auffrischung der Hirnzellen, damit wir der aufschlussreichen Führung durch die Altstadt von Thun mit Stadtarchivar Jon Keller folgen konnten.


Wie gestalte ich meine Familienchronik? (Dienstag, 4. Juni 2002): Hans Jenni stellte die Matura-Arbeit seiner Enkelin Karin vor (Titel: "Die direkten männlichen Vorfahren meiner Mutter"); Robert Scheuermeier zeigt eine Chronik, die er seinen Enkeln Sämi und Chrigi gewidmet hat (gespickt mit einem Familienquiz); Hans Stricker sammelte alles über die Stricker (ohne Berücksichtigung der Verwandtschaft), entstanden ist die "Stricker-Chronik", die 55 Stricker-Biografien aus verschiedenen Ländern enthält; Markus Christ erläuterte im technischen Teil, wie eine Chronik in MS Word am einfachsten zu erstellen ist und gab auch eine Broschüre mit nützlichen Tipps ab.


Von Scharf-, Nachrichtern und anderen Rosinen (Freitag, 26.April 2002): Ueber den Inhalt einer Spanschachtel aus einem Erbe ist Referent Werner Wyssmann  überhaupt zum Familienforscher geworden. Im Verlauf der Jahre intensiven Studiums alter Schriften im Staatsarchiv ist er auf eine Dynastie von Scharfrichtern und Wasenmeistern - einer verachteten Berufsgruppe - gestossen.


Gesammelt –- gesucht –- gefunden (Dienstag, 12. März 2002): René Krähenbühl zeigte auf amüsante Weise den Weg seiner genealogischen Sammlung vom Schuhschachtel- zum PC-Archiv auf. Im ersten Teil seines Referates beschrieb er, was alles sammelnswürdig sein kann; im zweiten beschrieb er seine Vorgehensweise beim elektronischen Erfassen und Verschlagworten der Sammelstücke.
Martin Strebel, Buch- und Papierrestaurator, wies in seinem Vortrag auf lauernde Gefahren unsachgemässer Lagerung von Archivalien hin. Er empfahl, elektronische Daten regelmässig mit aktueller Software auf gängige Datenträger umzukopieren, Tondokumente alle 10 Jahre auf neue Bänder zu überspielen und stets auf alterungsbeständiges Material zu achten, sei das nun bei Papier, Kunsstoffhüllen oder Schreibmitteln.


Etwas zur Entstehung des Heimatortes und der Entwicklung der bernischen Gemeinden (Donnerstag, 17. Januar 2002): Referent Dr. Hans Gugger zeigte am Beispiel seiner Wohngemeinde Ittigen den Werdegang von der Kirchgemeinde zur Einwohnergemeinde als heute geltende Verwaltungsform auf. Mit kleinen Anekdoten belegte er, dass die Bettelordnungen nicht immer konsequent eingehalten wurden.


Stammtisch (Samstag, 1. Dezember 2001): Beim gemütlichen  Zusammensitzen konnten zahlreiche Probleme gewälzt sowie Erfahrungen ausgetauscht und über Gott und die Welt geplaudert werden. Die Teilnehmer fanden, dass der Stammtisch regelmässig stattfinden soll.


Geldwesen im Kanton Bern, 1850, Preise und Löhne im Vergleich (Dienstag, 13. November 2001); Referat von Heinz Fankhauser, Burgdorf, über den Wechsel von Gulden und Krone zum Schweizer Franken und über die Kosten, die in einer gurbürgerlichen Haushaltung in Burgdorf Mitte 19. Jahrhundert anfielen. Als Schlussbouquet bot er ein paar Müsterchen seines Grossvaters und dessen Studienkollegen Jeremias Gotthelf.


Lesebörse unter dem Motto "Viele Augen sehen mehr als zwei" (Samstag, 13. Oktober 2001): Als Einstieg bot die Projektgruppe "Feuerstättenverzeichnisse" schwer entzifferbare Knacknüsse aus ihrer Arbeit, darauf kramten einige Anwesende ihre persönlichen handschriftlichen Problemfälle zur gemeinsamen Analyse hervor. Als äusserst nützliches Hilfsmittel erwies sich dabei das teils auf CD-ROM erfasste Familiennamenbuch, konnten doch auf Tastendruck in Erfahrung gebracht werden, welche Namen in einer bestimmten Gemeinde heimatberechtigt sind - im Gegensatz zur gedruckten Ausgabe!


Bevölkerungsgrösse, -wachstum und -struktur sowie Heiratsverhalten, Geburten und Sterblichkeit (Dienstag, 28. August 2001). Referent Urspeter Schelbert, stellvertretender Zuger Staatsarchivar, zeigte am Beispiel der Schwyzer Pfarreien Freienbach und Wollerau anhand von Grafiken sehr eindrücklich, warum sich die Bevölkerung im 18. Jahrhundert fast explosionsartig vermehrte und wie man auch auf kleine Details achten sollte um Aenderungen im gewohnten Bild zu erklären.


Vom Stammbaum zur Hofchronik (Freitag, 27. April 2001). In ihrem Referat schilderte Margrit Rageth anhand des Hofes "Vorder Gut oben im Gohl" auf kompetente Art - zwischendurch mit einer Prise Humor gewürzt -  wie sie sich alte Quellen hatte zunutze kommen lassen; welche Informationen zum Beispiel Kontraktenprotokolle, Gerichts-, Rats-, Täufergelts- und Testamentenmanuale, Hintersässen-, Unterrichts- und Zinsrodel, Spruch-, Lager- und Udelbücher usw. liefern können, wenn Forscher bereit sind, in minutiöser Kleinarbeit aus ihnen verwandtschaftliche Verbindungen herauszutüfteln, die nüchterne Kirchenbücher nie bieten können.

 

1796 - eine Frau wird enthauptet, Spurensicherung im Fall Margaritha Hürner (Donnerstag, 22. März 2001). Forscherin und Buchautorin Anita Ryter erzählte, wie sie durch Zufall während Recherchen für eine Seminararbeit im Thuner Burgerarchiv auf eine Schachtel mit Dokumenten über die Hinrichtung einer Kindsmörderin gestossen war. In akribischer Feinarbeit versuchte sie Licht in das tragische Leben der Magd zu bringen, die in ihrer Verzweiflung versucht haben sollte, am 8. Christmonat 1795 um die Mittagszeit mit "Gewallt Kindbetterinn" zu werden und dabei ihr Kind getötet haben sollte. Denn dass die Unverheiratete ihre Schwangerschaft verschwiegen hatte, war für das Chorgericht Indiz genug, sie des Kindsmordes anzuklagen und am 17. Februar 1796 im Lerchenfeld köpfen zu lassen.Der Vater des toten Knäbleins - der "Rebgässli-Hans" - wurde hingegen nie zur Rechenschaft gezogen.
Anita Ryter schreibt zurzeit an einem Drehbuch über den Fall Margartitha Hürner für ein Freilichttheater, das im Sommer 2002 in Thun aufgeführt werden soll. Die Autorin wird selbst in diesem Schlossspiel mitwirken.


Masse, Geld und Gewichte im alten Bern (Dienstag, 27. Februar 2001): In einem spannenden Referat schilderte Hans Minder das Währungsgewirr um Pfund, Schilling, Heller, Kronen, Bazen, Kreuzer, Taler (dem Vorläufer des Dollar), Dukaten und Dublonen; er zeigte auch auf, dass in fast jedem Bereich eigene Gewichte, Längen- und Hohlmasse galten ( Mütt, Mäss, Mass, Imi, Achterli, Fuss, Zoll, Elle, Saum, Brenten, Lot usw.).Wer im alten Bern nicht übers Ohr gehauen werden wollte, musste fast Bankier oder zumindest ein guter Rechner gewesen sein! Hans Minder stellte zudem eine sehr nützliche Dokumentation mit zahlreichen Umrechnungstabellen zusammen. Sie kann zu einem Unkostenbeitrag von Fr. 2.50 bezogen werden bei Hans Minder.


Hauptversammlung GHGB (Samstag, 27. Januar 2001): Die Jahresrechnung 2000 schliesst mit einem Ueberschuss von Fr. 234.90 ab. Nachfolgerin von Hans Haldemann im Sekretariat wird Elisabeth Steinegger-Schmid. Die GHGB-Bibliothek soll von Peter Wälti, Münsingen, übernommen und verwaltet werden. Neuer Redaktor des GHGB-Mitteilungsblattes: Andreas Blatter.
Gemütlicher Höck, Gedankenaustausch, Fragen und Antworten (2. Dezember 2000): Hauptthema war die Zukunft der GHGB-Bibliothek (zurzeit noch in der Landesbibliothek, Vertrag läuft aus); Peter Wälti hatte sich anerboten, die Bücher zu verwalten; die HV wird entscheiden müssen. Therese Metzger stellte zudem ihre Forschungsarbeit vor.


Gedanken zum Forschungsstand und zur Methodik der Genealogie (17. November 2000): Der zurücktretende Redaktor des Jahrbuches SGFF, Victor G. Meier, beschrieb auf philosophische Weise verschiedene Facetten der Genealogie und pries ihre Mittlerfunktion als interdisziplinäre Wissenschaft. Genealogie ist nicht nur eine Personenfolge - sie kann auch gesellschaftspolitische Zusammenhänge aufzeigen. Er machte den Forschern zudem Mut, sich gegen falsch interpretierten Datenschutz zu wehren und rollte kurz seinen "Fall Grundbuchamt Baden" auf, den er bis vor Bundesgericht gezogen hatte und von diesem schlussendlich Recht erhalten hatte.


Genealogische Software (24. Oktober 2000): Referent Markus Christ streifte kurz die reiche Palette deutschsprachiger Programme und ging dann eingehend auf den "Ahnenforscher 2000" ein, seine grafischen Möglichkeiten und seinen idealen Zuschnitt auf Schweizer Verhältnisse. Er warnte zudem vor Billigprogrammen aus dem Warenhaus, die sehr oft unausgereift sind oder gar dem PC Probleme bescheren können.




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