Anlässe/durchgeführt/2020 - GHGB

Genealogisch-Heraldische Gesellschaft Bern
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Anlässe/durchgeführt/2020

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22. Februar 2020
Führung: In der Schatzkammer des Historischen Museums Bern
An diesem sonnigen Tag versuchte uns (32 Personen) der Numismatiker Herr Daniel Schmutz im Historischen Museum Bern, das damalige sehr komplexe Münzsystem wenigstens ansatzweise etwas verständlicher zu machen.
Wobei die Frage: «Was kostete damals dies und das in heutiger Währung» eigentlich gar nicht beantwortet werden kann. Es sind höchstens Vergleiche möglich.
Das damalige Münzsystem, angefangen bei den Kelten mit ihren Goldmünzen, über die Römer, welche erstmals Münzen mit definierten Werten hatten, bis ins Mittelalter, wo dann der Batzen eingeführt wurde (Wert war von Kanton zu Kanton verschieden), war so verschieden und nicht dezimal.
So galt zur Römerzeit (1.-3. Jh.):
1 Denar = 4 Sesterze = 16 Asse
in karolingischer Zeit (8. Jh.):
1 Pfund = 20 Schilling = 240 Pfennig
im bernischen Währungssystem (16.-19. Jh.):
1 Batzen = 4 Kreuzer = 32 Pfennig (Haller).
Das ganze Münzwesen änderte sich erst 1848 mit der Einführung der Bundesverfassung, als dieses zur Bundessache erklärt und die Münzhoheit der einzelnen Kantone ausser Kraft gesetzt wurde. hrb
15. Januar 2020
Führung: PTT-Archiv in Köniz
In über 1½ Stunden führte uns (etwa 30 Personen in zwei Gruppen) eine sehr engagierte Frau Heike Bazak durch das PTT-Archiv in Köniz. Hier werden meist analoge Archivalien von 1848 – 1997 (Gründung Swisscom) bei maximal 18°C und 55% Luftfeuchte aufbewahrt. Zuvor müssen aber alle Drucksachen in einem Entsäuerungsbad archivtauglich gemacht werden.
Das Archiv gilt als Kulturgut von nationaler Bedeutung und unterliegt dem Datenschutz. Das heisst für personenbezogene Dokumente 50 Jahre und alle andern 30 Jahre. Aus Kapazitätsgründen werden aber nur 3-5% der angelieferten Dokumente archiviert, wobei jetzt auch die digitale Technik Einzug hält.
Als erstes zeigte uns Heike Bazak das erste Telefonbuch von 1890. Die einzelnen Einträge bestanden nur aus Namen von Geschäften (meist Banken) ohne Nummern. Die ersten zwei- bis dreistelligen Nummern gab es erst ab etwa 1920 als auch Privatpersonen einen Telefonanschluss hatten.
Ausser den Telefonbüchern konnten wir historische Fotos, PTT-Logos und Landkarten mit Postautolinien bewundern (siehe Fotos unten).
Nebenbei erzählte uns ein Teilnehmer was sich für ihn als «Pöstler» änderte als 1964 die Postleitzahlen eingeführt wurden. hrb
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