Anlässe/durchgeführt/2018 - GHGB

Genealogisch-Heraldische Gesellschaft Bern
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Anlässe/durchgeführt/2018

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6. Oktober 2018
Herbstausflug nach Laupen
Pünktlich um 10:00 Uhr begrüsste uns (mehr als 30 interessierte Personen) Katrin Gysel, gekleidet als Burgfräulein. Anschliessend war ein kurzer Spaziergang zum Schloss angesagt. Vom Schlosshof gings zuerst in den Rittersaal, ein schmuckloser Raum, der aber eine bewegte Geschichte hinter sich hatte. So wurde er zeitweise als Kornkammer oder als Archiv benutzt. Auch einige Zeit wurde er mit einem Zwischenboden geteilt. Bei der Renovation musste auch ein Firstbalken durch einen Balken von einem alten Schiff ersetzt werden.
Hier wurden wir in 2 Gruppen aufgeteilt. Die nun weiter folgende Berichterstattung ist also nur aus meiner Gruppe möglich.
Weiter traf man sich auf dem Vorhof, wo uns die «ganze» Geschichte über alle verflossenen Regenten nähergebracht wurde. Laupen liegt ja gleichzeitig an mehreren Grenzen: 2 Flüsse (Saane und Sense), politisch (Kantone Bern/Fribourg) und sprachlich (Deutsch/Französisch). Und da sind Differenzen leider unausweichlich. Erwähnt sei nur das: Als im 15. Jahrhundert in Gümmenen und Neuenegg 2 neue Brücken gebaut wurden, verlor Laupen sämtliche Einnahmen aus den Brückenzöllen und wurde mausarm. Auch über die Bedeutung der Chutzenfeuer haben wir viel erfahren.
Auf dem Rundweg um die Burg zeigte uns Katrin Gysel die verwendeten Steine (Sand- und Tuffstein) und deren Eigenschaften für die letzte Restaurierung.
Angekommen beim hinteren Tor war die Architektur das Thema: die Zerstörung mit der Bliden-Schleuder und der Burgfried der nicht mehr existiert.
Wieder im Schlosshof erfuhren wir, dass jedes Mal die Sodbrunnenrenovation mit einem grossen Fest mit viel Wein endete. Dieser Brunnen ist weniger tief als der beim Käfigturm und wird wahrscheinlich von einer Quelle gespiesen.
Jetzt zeigte uns Katrin Gysel die verschiedenen alten und neuen Schlosszugänge. Über einen dieser Zugänge gelangten wir in den Vorhof des Käfigturms. Auch hier gibt es einen Sodbrunnen von 33 m Tiefe und soll bis zum Grundwasser reichen. Der Käfigturm beherbergte einige Zellen, in denen so manches Gesindel bis zum Mörder eingekerkert waren oder auf ihre Hinrichtung (mit Schert oder am Galgen) warteten (siehe dazu die Galgenleiter). Auch über den Stab brechen erfuhren wir, dass dies die letzte Handlung des Richters nach der Verlesung des Todesurteils war. Dazu sagte er: Nun helf dir Gott, ich kann dir nicht ferner helfen.
Danach ging es über eine Treppe (mit eingelassenen Geburtssteinen) hinunter ins Stedtli.
Hier erfuhren wir mehr über das ehemalige Pfarr-, Gemeinde- und Schulhaus und die Post. Mit packenden Worten erzählte uns Katrin Gysel einige interessante Geschichten von und über diese Häuser. Man merkte, dass darin viel Herzblut mit lebt! Auch zu welchem Zweck die Läublihäuser gebaut wurden, erklärte sie uns. Anschliessend gings weiter auf den Kreuzplatz mit der ehemaligen Taverne Kreuz, Fribourger Tor und dem Burgerhaus mit dem vorstehenden Eckstein (er diente als Abstandshalter für die Fuhrwerke).
Langsam kam ein gewisses Hungergefühl auf, und man machte sich auf den Weg zum Gasthof Bären, der ebenfalls früher eine Taverne war, um Mittag zu essen.
Nach dem Mittagessen war wieder der Spaziergang zum Schloss angesagt. Diesmal stand der Besuch vom Museum auf dem Plan.
Hier begrüsste uns Silla Kamber die uns über die Geschichte und das aktuelle Thema des Museums informierte. Natürlich war die Schlacht bei Laupen 1339 ein zentraler Punkt. Dabei wurde auch ein kurzer Film über die Funktion der Bliden-Schleuder gezeigt. Zum Schluss traf man sich im Trauzimmer mit all den Wappen der Vögte, welche hier einmal geregentet hatten. hba


Aus Zeitnot konnte leider die Kirche nicht besucht werden es wurden aber von Katrin Gysel einige Unterlagen zur Verfügung gestellt:

Einige Eindrücke vom Ausflug:

12. Juni 2018
Führung durch die christkatholische Kirche St. Peter und Paul
Im Rahmen des Zyklus Kirchenführungen in Bern führte uns Kunsthistoriker Jan Straub in die Riten der altkatholischen Kirche ein. Als Sakristan in ebendieser neugotischen Kirche, die von 1858-1864 erbaut worden war und als bedeutendes Bauwerk dieser Periode gilt, konnnte er natürlich aus dem Vollen schöpfen und schilderte mit viel Humor, Sachkenntnis und manchmal einer Prise Selbstironie Freuden und Leiden seiner multikulturellen Kirchgemeinde.
Auch weshalb die Kirche neben dem Berner Rathaus die "Klötzli-Kirche" genannt wird, erfuhren wir: Weil nämlich während des Baus die Geldmittel knapp wurden, entschied der erst 23jährige Architekt Edouard Deperthes aus Reims, statt mit einem teuren Säulenkapitell vorerst jede Säule im Schiff nur mit einem würfelförmigen Sandstein abzuschliessen, in der Hoffnung, dass vergeblich herbeigesehnte Geldgeber dereinst ermöglichen sollten, aufwendige Ornamente in die Würfel meisseln zu lassen. Nun: die Mäzene sind ausgeblieben, weshalb die "Klötzli" - Suppenwürfeln gleich - auch heute noch in ihrer unbehauenen Form sichtbar sind... abl
2. Juni 2018
Frühlingsausflug nach Aarberg
Wir besuchten das Städtchen unter der Leitung von  Dominik Herren.
11. April 2018
Leseabend mit Hans Minder, Lauperswil
Gemeinsam wurden unter Leitung von Hans Minder historische Dokumente "entschlüsselt".
15. März 2018
Zukunft Bahnhof Bern
Im Herbst 2017 ist der Spatenstich erfolgt. 2025 wird Bern  den neuen Bahnhof komplett umgekrempelt haben und ein visionäres Pendlerzentrum  präsentieren können.
Im Jahr 2008 hatte der Bahnhof Bern täglich 230‘000 Besucher zu bewältigen. 2030 rechnen die Planer mit 375‘000 Besuchern. Unglaubliche Zahlen und Zunahmen die man als Pendler hautnah miterlebt.
Im SBB-Besucher-Pavillon auf der Schanze bekommt das Projekt  ein Gesicht. Für einmal ein Blick in die Zukunft und nicht in die Vergangenheit, die uns Familienforscher primär anzieht.
Remo Agovic fragte uns am ausgestellten Modell des fertigen zweitgrössten Bahnhofs der Schweiz: wisst ihr wo ihr jetzt gerade steht? Es war gar nicht so einfach!
Wer die spannende Führung verpasst hat kann sich auch auf www.zukunftbahnhofbern.ch umsehen. bm
3. März 2018
Hauptversammlung GHGB
Ort: Schaukäserei Affoltern.
Veranstaltungs-Ministerin Barbara Moser tritt aus dem Vorstand aus. Ihr Amt bleibt vorerst vakant. Neu im Vorstand: Fritz Bieri und Albert Liechti. abl
Ein paar Eindrücke von der Schaukäserei und Umgebung
17. Januar 2018
Schriftkunde und Textedition
Anleitung zum Umgang mit frühzeitlichen Manuskripten am Beispiel Berns. Historiker Norbert Furrer stellte sein gleichnamiges neues Buch vor, das er als Uebungsfibel und Nachschlagewerk gerade für Genealogen versteht. Mit seinem "Griff in den Werkzeugkasten der Historiker" animiert er alle LeserInnen, sich an alte Schriften heranzuwagen. abl
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